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Erdinger Herbstfest-Rennen: Drei Pokale, ein Sieger

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Von: Henry Dinger

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Premiere in den Geislinger Ängern feierten die Minitraber. In den eigens angefertigten Sulkys saßen meist die Kinder der Pferdebesitzer.
Premiere in den Geislinger Ängern feierten die Minitraber. In den eigens angefertigten Sulkys saßen meist die Kinder der Pferdebesitzer. © Henry Dinger

Er war der Dominator: Martin Geineder räumte beim 30. Herbstfest-Rennen in Erding ab. Der C-Bahn-Champion gewann gleich drei Pokale.

Erding – Ein Hauch des noblen Flairs von Ascot, der wohl berühmtesten Pferderennbahn in Großbritannien, wehte am Samstag über die Geislinger Änger. Elegant gekleidete Menschen, extravagante Hüte, edle Pferde und glänzende Pokale waren an und auf der nagelneuen C-Bahn des Rennvereins Erding zu erleben. Am Ende jubelte einer ganz besonders.

Der Verein hatte zu seinem mittlerweile 30. HerbstfestRennen eingeladen. Für die Fans ging damit eine längere Durststrecke zu Ende, denn in den vergangenen drei Jahren hatte das Rennen nicht stattfinden können. Heuer nun wurde das neue Gelände hinter der Eissporthalle genutzt, das Grundstück hatte die Stadt Erding zur Verfügung gestellt.

Erfolg auf ganzer Linie: Martin Geineder aus Arnstorf gewann drei Rennen. Einen Pokal überreichte ihm Gisela Sellmeier.
Erfolg auf ganzer Linie: Martin Geineder aus Arnstorf gewann drei Rennen. Einen Pokal überreichte ihm Gisela Sellmeier. © Henry Dinger

In seiner kurzen Eröffnungsrede dankte Oberbürgermeister und Schirmherr Max Gotz dem Rennverein, dass der Termin trotz Verschiebung vom ersten Sonntag auf den zweiten Samstag des Herbstfests möglich war. „Einige Vereine konnten sich am Herbstfest gar nicht mehr beteiligen“, sagte er. Umso schöner sei es, dass die Stadt die Partnerschaft mit dem Rennverein vertiefen konnte.

Dessen Präsidentin Anette Vogt richtete ihren Dank an alle Sponsoren, die Preisgelder für die einzelnen Läufe zur Verfügung gestellt hatten. Rennleiter Markus Dinzinger lobte die neue Bahn. Das Geläuf sei von den Aktiven als hervorragend bewertet worden. Sie konnten es auch kaum erwarten, dass es endlich losging.

Im ersten Vorlauf traten fünf von sieben gemeldeten Trabern an, darunter die Titelverteidigerin von 2018, Marion Dinzinger mit Outsider Diamant. Sie hatte allerdings wenig Fortune und ging auf der 1600-Meter-Strecke nach zweieinhalb Runden nur als Vierte durchs Ziel. Den Preis des Erdinger Weißbräu holte sich der Österreicher Maximilian Frick mit MS Junglefire.

Im zweiten Vorlauf mit sieben Teilnehmern siegte Martin Geineder mit Gri Di Caprio und sicherte sich damit den Preis des Landkreises Erding, den 3. Landrat Rainer Mehringer überreichte.

Dann hatten die Traber erst mal Pause, denn nun kamen die Kleinen beim Ponyrennen auf die Bahn. Hier traten drei Konkurrenten um den Preis der Firma Widmann an, über den sich Martina Bauer auf Bubi nach 600 Metern freuen konnte.

Im Rahmenprogramm gab es heuer eine Premiere, die „richtig herzerwärmend“ sei, wie Vogt meinte. Der Nachwuchs – in erster Linie die Kinder der Pferdebesitzer – ging in einem eigenen Rennen an den Start – ebenfalls in Sulkys. Diese waren extra in Kindergröße angefertigt worden und wurden dementsprechend auch von kleinen Pferden gezogen. Der Gasthof zur Post hatte hier einen Preis ausgelobt, den der 14-jährige Tobias Mehlsteibl mit Lissi gewann.

Bevor es zum großen Finale kam, traten die Letztplatzierten der Vorrunden zum Trostlauf an, dessen Preisgelder Gisela Sellmeier von Sellmeier Bau aus Erding gestiftet hatte. Hier war es denkbar knapp. Erst das Zielfoto bewies den haarscharfen Sieg von Martin Geineder, der mit Unguento im Ziel eine Nasenlänge vor Mario Josef Ruhland und Kenneth Heat lag.

Geineder war es auch, der mit Gri Di Caprio souverän den Großen Preis der Stadt Erding gewann und aus den Händen von OB Gotz den größten Pokal des Tages in Empfang nahm.

Ganz besonders stolz waren darauf auch Walter und Jenny Wuttke, die Mitbesitzer von Gri Di Caprio und Unguento. Die drei Pokale ergänzen ihre Trophäensammlung, die sie in ihrem Gasthaus „Zum Rössl“ in Arnstorf bei Simbach ausstellen.

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