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Verzauberte mit Mozart: Das Erdinger Kammerorchester mit seinem Leiter Helmut Veihelmann beim Benefizkonzert des Lions Club am Sonntagabend in der Stadthalle.

Benefizkonzert des Lions Club

Erdinger Musiker entführen in ihre Welt

Erding - Der Lionsclub veranstaltete zum dritten Mal ein Benefizkonzert in der Stadthalle. Renommierte Erdinger Musiker gestalteten das Programm.

„Sie werden sich heute glücklich schätzen, dabei gewesen zu sein“, versprach Lions-Präsident Dr. Ludwig Brunnlechner dem Publikum in der gut gefüllten Stadthalle am Sonntagabend. Denn der Lions-Club habe eine „einzigartige Mischung“ aus Erdinger Künstlern zusammengestellt, die alle ohne Gage spielten, was laut dem Präsidenten nicht selbstverständlich ist.

Den Anfang machte das Erdinger Kammerorchester unter der Leitung von Helmut Veihelmann mit einem „Happy Birthday“ für Brunnlechner, was diesen sichtlich freute. „Ganz verzaubert“ zeigte sich Schirmherrin und Umweltministerin Ulrike Scharf von dem „musikalischen Hochgenuss“ der Streicher, die das „Nannerl-Septett“ in seiner Vielschichtigkeit zu Gehör gebracht hatten. Brunnlechner erinnerte: „Das sind alles Erdinger, die sich nach der Arbeit treffen, um Musik zu machen.“

Laut Moderatorin Paloma Wimmer „ein kleiner Star – nicht nur im Internet“ ist Akkordeonist Stefan Bauer aus Unterhofkirchen. Der Bundessieger von 2015 in der Kategorie „Virtuose Unterhaltungsmusik“ legte ein fulminantes Akkordeon-Solo hin und galoppierte dem Erdinger Kammerochester, das ihn begleitete, beinahe davon. Das „Traditional“ blieb nur leider das einzige Stück, das der talentierte Dorfener Gymnasiast präsentierte. „Was, das war’s schon?“ hörte man aus dem Publikum, als er nach seinem kurzen, aber beeindruckenden Auftritt aufstand. Eine Dame rief sogar spontan: „Zugabe!“

Doch die Enttäuschung war schnell verflogen, als das Duo Porteno mit Claudia und Peter Hackel auf die Bühne kam. Mit vier fröhlichen Stücken des Brasilianers Ernesto Nazareth demonstrierten die beiden, dass Gitarre und Querflöte harmonieren.

Besonders gut kam beim Publikum auch das BarockEnsemble (Leiterin Regina Maier) an. Das Publikum fühlte sich in herrschaftliche Zeiten zurückversetzt, als die Töne des Cembalo, begleitet von vier jungen Flötistinnen und einer Cellistin beim Concerto C-Dur von Johann Christian Schickhardt erklangen. Die Musikerinnen sind Alea Metschkoll, Hanna Eicher, Carolin Gröppmair, Sarah Rott, Josephine Schwaiger und Karla Holm.

In ihre Zauberwelt entführte laut der Moderatorin die „Göttin am Klavier“: Johanna Doll. Die 26-jährige Ausnahmemusikerin erklärte voller Emotionen die Auswahl ihrer Stücke, bevor sie bei Kompositionen von Franz Liszt, Franz Schubert und Maurice Ravel, die alle mit dem Wasser zu tun hatten, ihre Finger über die Tastatur fliegen ließ und dabei mit ihrem Instrument eins zu werden schien. Für ihr Spiel wollte der Applaus schier nicht enden.

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