Erdinger nähern sich der 400-Kilo-Marke

Erding - Trotz der Niederlage gegen Eichenau haben die Gewichtheber des TSV Erding im Heimkampf eine überzeugende Vorstellung geboten.

Der Kampf der 2. Bundesliga Süd, in dem die Riege des TSV Erding gegen den SV Eichenau mit 350:395 Relativpunkten den Kürzeren gezogen hat, zeigte sich einmal mehr, dass Krafttraining und Gewichtheben auch für die Frauen immer interessanter werden. So waren mit Wojack und Hofmann auf Eichenauer Seite und mit Sabine Mair vom TSV drei Damen mit beachtenswerten Leistungen am Start. Wojack erzielte mit ihren 99 Relativpunkten das zweitbeste Ergebnis, Mair brachte es immerhin auf 69.

Aber auch der Nachwuchs zeigte erneut eine Steigerung. Adrian Reisinger war beim Reißen übermotiviert, überzog die 50 kg und leerte nach hinten ab. Beim Ausbessern konnte er sogar noch 53 kg sicher reißen. Beim Stoßen war bei ihm dann Sicherheit eingekehrt: 60 und 65 kg stemmte er perfekt und kam nur durch einen kleinen Schönheitsfehler leichter Nachdrücker um den Lohn einer persönlichen Bestmarke.

Kevin Lorenz war mit Bestmarken als Anfangsgewicht überraschend sicher. Mit 53 und 55 kg war er zum ersten Mal auch beim Reißen im Relativ. Beim Stoßen begann er mit 72 und erstmals 77 kg. Als er sich an den 80 kg versuchte, erntete er viel Beifall und schraubte zur Freude seines Trainers Rudi Mayer seine Relativwertung auf starke 27 Zähler.

Mair war noch nicht ganz fit, brachte aber mit 47 und 50 kg beim Reißen und 57 und 60 kg beim Stoßen 69 Relativpunkte in die Wertung ein. Walter Landshammer brachte mit 95 und 100 kg beim Reißen sowie 120 und 125 kg beim Stoßen eine solide Leistung und holte 33 Relativpunkte. Nach oben geht die Leistungskurve bei Florian Held: Technisch ohne Tadel riss er 100 und 105 kg und scheiterte nur knapp an 110 kg. Beim Stoßen ging es ebenfalls ruckzuck: Bei den 110, 115 und 120 kg staunte auch Kampfleiter Georg Nerlinger. Seine 74 Kilopunkte bedeuteten eines der besten Einzelergebnisse des Abends.

Matthias Mayrhofer hatte dagegen nicht seinen besten Tag erwischt. Mit 110 kg beim Reißen und 132 kg beim Stoßen ließ er viele Kilos liegen und musste sich mit 32 Kilopunkten zufrieden geben. Den Schlusspunkt setzte Saur Panachow. Kraftvoll riss er 120 und 125 kg. Mit 155 und 160 kg beendete er als bester Einzelheber den Wettkampf. Mit 115 Relativpunkten markierte er das mit Abstand bester Einzelheber-Ergebnis und hatte großen Anteil am Resultat, das wieder in Richtung 400-kg-Marke geht. (go)

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