Die Familie ist wieder vereint: Felix Schütz strahlte übers ganze Gesicht, als er nach drei Wochen seine Töchter Heidi (l.) und Mila (im Kinderwagen) sowie seine Frau Caro (r.) wieder in die Arme schließen konnte. 
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Die Familie ist wieder vereint: Felix Schütz strahlte übers ganze Gesicht, als er nach drei Wochen seine Töch ter Heidi (l.) und Mila sowie seine Frau Caro wieder in die Arme schließen konnte. 
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Medaille am Hals, Familie im Arm

„Ihr seid ja schlimmer als Südkoreaner!“ - Olympia-Held mit Erdinger Weißbier empfangen

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Am Montagabend schwebte Eishockey-Spieler Felix Schütz auf dem Flughafen im Erdinger Moos ein. Der Silbermedaillen-Gewinner wurde von Familie und Freunden stürmisch empfangen.

Erding – Tränen sind bei der kleinen Heidi geflossen, als sich Papa Felix (30) vor drei Wochen verabschiedet hatte, um zu den Olympischen Spielen ins südkoreanische Pyeongchang zu fliegen. Am Montagabend aber strahlte das kleine Mädchen übers ganz Gesicht, als der Papa sie ganz fest in die Arme schloss. Dafür wischte sich Mama Caro verstohlen eine Träne aus dem Augenwinkel.

Der Zeitplan war eigentlich klar. In Frankfurt wurde die komplette Olympia-Mannschaft nach der Rückkehr aus Südkorea am späten Montagnachmittag empfangen, anschließend ging es weiter zu den verschiedenen Heimatorten. Weil besonders viele Olympioniken aus Bayern kommen, sollte fast das ganze Flugzeug, das um 21.10 Uhr im Erdinger Moos landen sollte, in Athleten-Hand sein. Eigentlich.

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Caro Schütz hatte ihrem Mann versprochen, dass sie ihn zusammen mit den Kindern am Flughafen abholen werde. Was Felix nicht wusste: Seine Frau hatte eine kleine Willkommens-Party organisiert, mit Familie und Freunden. Doch dann bekam sie die Nachricht, dass der Flug gecancelled sei: neue Ankunftszeit 22.10 Uhr. Gleichzeitig teilte ihr aber Felix mit, dass er noch einen freien Platz in einer früheren Maschine bekommen habe, die bereits um 20.20 Uhr landen werde. Jetzt wurde es für Caro Schütz hektisch. Sie informierte alles Gäste, dass sich die Ankunftszeit nach vorne verschoben habe – und schließlich waren alle pünktlich da. Auch Mama Gitti Schütz, die sich von der Arbeit aus durchs Schneetreiben gekämpft hatte. „Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie es in Markt Schwaben geschneit hat“, sagte sie, aber auch sie hatte es rechtzeitig geschafft.

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Und dann kam Felix Schütz aus der Tür, die Silbermedaille umgehängt, und wurde von einer johlenden Menge empfangen. Der erste Weg war natürlich zu seinen Töchtern und seiner Frau. „Schön, wieder hier zu sein“, sagte er und bekam von seinen Spezln gleich ein Erdinger Weißbier in die Hand gedrückt. Dann gab es erstmal einen Foto-Marathon. Unzählige Bilder wurden gemacht, auch von Eishockey-Fans anderer Vereine, die auf ihre Helden warteten. „Ihr seid ja schlimmer als Südkoreaner“, meinte Felix Schütz lachend. Jeder wollte die Medaille sehen und auch anfassen. „Oh, die ist ja ganz schön schwer“, meinte einer. Und Spezl Armin Landshammer fragte schmunzelnd: „Kann man mit der auch eine Bierflasche aufmachen?“

Am Mittwoch geht es für die Kölner Haie weiter

Erst nach über einer Stunde machte sich Familie Schütz auf den Heimweg. Von Erholung aber keine Spur. Am Dienstag wurde der 2. Geburtstag von Töchterchen Heidi gefeiert, und danach musste Caro Schütz ihren Mann schon wieder zum Flughafen fahren. Am Mittwochabend geht es in der DEL für die Kölner Haie in Iserlohn um wichtige Punkte für die Qualifikation zu den Playoffs. Als sich Felix Schütz von seinen Lieben verabschiedete, kullerten bei Heidi wieder die Tränen. „Ich bin ja bald wieder da“, meinte der Papa. Am Sonntagnachmittag gastiert Köln in Ingolstadt, anschließend geht’s nach Erding - für einen Tag.

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