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Im Erdinger Nordwesten plant Amazon ein Sortierzentrum. Die Rathaus-SPD will dem Versand-Konzern aber nicht den roten Teppich ausrollen.

Geplante Ansiedelung auf dem Kletthamer Feld

Erdinger SPD sieht Amazon kritisch

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Die geplante Ansiedlung eines Amazon-Sortierzentrums in Erding (wir berichteten) sieht die SPD-Stadtratsfraktion kritisch - wegen der Arbeitsbedingungen.

Erding – „Grundsätzlich begrüßen wir Gewerbeansiedlungen und die Schaffung von Arbeitsplätzen“, so Carina Bischke, Referentin für Nachhaltigkeit, „aber die Arbeitsbedingungen müssen fair und vernünftig sein.“

Der SPD missfällt, dass Amazon kein tarifgebundenes Unternehmen sei, das oft nur mit befristeten Verträge arbeite und hohen Druck auf seine Mitarbeiter ausübe. Nur wenn all das in Erding nicht der Fall sei, kann sich die SPD die Ansiedlung vorstellen, betont Bischke, die auch Skepsis wegen des hohen Verkehrsaufkommens mit bis zu 100 Lkw am Tag hat. Darüber hinaus fordert die SPD einen Amazon-Betriebsrat.

Die Rathaus-SPD möchte laut Bischke „keinem Unternehmen den roten Teppich ausrollen, das für die Probleme des stationären Handels mitverantwortlich ist, Lkw-Verkehr bringt und keine gerechten Arbeitsbedingungen bietet“.  ham

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