Ein Bild vom Stadtpark machten sich die Stadträte mit Bürgermeister Max Gotz am Donnerstag. Landschaftsarchitekt Martin Rist (l.) erläuterte ihnen die Arbeiten. Im Hintergrund ist die S-Bahn-Brücke über die Sempt zu sehen. Unter ihr wird der Zugang zum neuen Parkteil entstehen, das die Stadt von der Familie Mayr gekauft hatte. foto: zierz

Erdinger Stadtrat auf Besichtigungstour im Stadtpark

Erding - Die Rodungsarbeiten sind seit Ende Februar abgeschlossen. Am Dienstag beginnt der Landschaftsbau: Die Umgestaltung einer Teilfläche des Erdinger Stadtparks ist in vollem Gange.

Am Donnerstagnachmittag machten sich die Erdinger Stadträte selbst ein Bild davon. Ihr Eindruck ist durchweg positiv.

Dabei warfen sie nicht nur einen Blick hinter den Holz-Bauzaun, sondern drehten eine große Runde durch die maßgeblichen Areale. Martin Rist vom Landschaftsarchitekturbüro Narr-Rist-Türk aus Marzling und sein Team erläuterten die Details. Auch die neue Fläche jenseits der S-Bahn-Brücke, die die Stadt von der Familie Mayr gekauft hatte, wurde in Augenschein genommen. Dort werden bekanntlich ein Grünes Klassenzimmer für Schulkinder und eine so genannte Himmelsleiter entstehen, deren Aussichtspunkt fünf Meter über dem Wasser liegt. Am Ufer werden zudem Sitzstufen mit Blick auf die Sempt-Schleife angelegt.

Der Baum- und Strauchbestand auf dem Mayr-Areal wurde ausgelichtet. „Es gab einen mehrjährigen Sukzessionsaufwuchs, der jünger als acht Jahre war“, so Rist. Dieser sei für den Aufbau einer wertvollen Gehölzstruktur nicht zu gebrauchen gewesen.

Generell sei viel Unterwuchs verschwunden, so Rist: „Der Zustand ist vielleicht ungewohnt. Sie werden ihn aber schnell schätzen lernen.“ Schließlich sei die Kernidee von Anfang an gewesen, den Park so auszulichten, dass wieder zusammenhängende Freiflächen entstehen: „Der Park soll atmen.“

So rückt nun das Wäldchen neben dem ehemaligen Spielplatz - dort entsteht das Keltendorf - in den Fokus. Es wird von einer großzügigen Wiese umgeben sein, die später ruhig einmal für ein Picknick genutzt werden darf. Das Denkmal, das an Wilhelm von Diez erinnert, wird ein paar Meter versetzt. Denn die Planer lassen einen neuen, drei Meter breiten Seitenarm der Sempt mit einer Insel in der Mitte entstehen.

Rist betonte, die Umgestaltung des Stadtparks sei „die am besten erfasste und kartierte Maßnahme, die ich in meiner beruflichen Laufbahn gemacht habe“. Zudem sei kein einziger Baum der höchsten Bewertungsstufe entfernt worden. Auch für die Neupflanzungen gibt es klare Vorgaben: „Hier kommt nichts rein, was Herr Euringer nicht abgesegnet hat“, erklärte Rist mit Hinweis auf den Leiter der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt. (zie)

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