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Der Herr über die Süßwaren: Anastase Theodoridis führt seit fünf Jahren das Erdinger Naschkastl. Aus gesundheitlichen Gründen kann er nicht mehr weitermachen.

Erdinger Traditionsgeschäft 

Das Naschkastl sucht einen neuen Besitzer

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Seit fast 30 Jahren kaufen Jung und Alt dort Fruchtgummis, Schokolade, Kekse und vieles mehr und  jetzt wird ein neuer Besitzer gesucht.

Erding – Es ist ein Erdinger Traditionsgeschäft: das Naschkastl an der Krankenhausstraße. Seit fast 30 Jahren kaufen Jung und Alt dort Fruchtgummis, Schokolade, Kekse und vieles mehr. Jetzt wird ein neuer Besitzer gesucht. Denn Inhaber Anastase Theodoridis kann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr weitermachen.

Die Entscheidung, das Naschkastl in andere Hände zu geben, fällt Theodoridis nicht leicht. Seit fünf Jahren betreibt er den Laden, der das Herz jedes Süßigkeiten-Fans höher schlagen lässt. 2012 hat der heute 51-jährige Deutsch-Grieche das Naschkastl von Karl Ebinger übernommen. Und Ebinger hatte das Geschäft 1988 eröffnet. Verändert hat sich seither kaum etwas. Theodoridis hat das Sortiment nur ein wenig erweitert, Getränke wie Energy Drinks oder Arizona Eistee eingeführt und das US-Sortiment mit Hershey’s oder Resse’s ausgebaut.

„Ich kann einfach nicht zumachen und gehen“, sagt Theodoridis. Er lebt seit 1993 in Erding – mit seiner Frau und zwei Kindern. Er sieht sich in der Verantwortung, einen Nachfolger zu finden. Schließlich „geht es nicht um mich, sondern ums Geschäft“. Seit dem Facebook-Aufruf von Bekannten, dass ein Nachfolger fürs Naschkastl gesucht wird, hätten sich viele Interessenten gemeldet. „Mein Ziel ist es, das Geschäft in gute Hände zu geben.“ Auch der Vermieter kenne die Situation und wolle, dass der Laden weiter besteht.

Was das Naschkastl von anderen Schokoläden in Erding unterscheidet? „Wir sind kein Schokoladengeschäft und kein Pralinengeschäft“, sagt Theodoridis, auch wenn er beides im Sortiment hat: „Wir sind ein Süßwarengeschäft.“ Hier kaufen Grundschüler regelmäßig Fruchtgummis. Gramm- und centweise gehen sie über den Tresen. Es gibt sie auch in Sushi- und Pizzaform, als Burger oder Spieße. Die Eltern und Großeltern bevorzugen Neuhaus-Pralinen. Sie führt das Naschkastl übrigens exklusiv in Erding. Für die Väter darf es auch Schokolade mit Whisky-Geschmack sein. „Das Naschkastl funktioniert nur im Ganzen“, sagt Theodoridis. „Jede Generation soll hier was finden.“ Was ihn besonders freut: „Man kriegt mit, wie die Kunden erwachsen werden.“ Zu vielen hat er ein Vertrauensverhältnis. „Es ist eine sehr persönliche Geschichte“, sagt Theodoridis.

Eine weitere Besonderheit: Jeder, der im Naschkastl einkauft, bekommt eine Kleinigkeit geschenkt. „Das Werbebudget geben wir jedem in die Hand“, sagt Theodoridis. gabi zierz

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