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Prosit auf das neue Bier (v. l.): Josef Westermeier, Peter Liebert, Martin Bayerstorfer, Matthias Vögele, Andreas Brenninger und Max Gotz. 

Erdinger Weissbräu

Zum Vierfachjubiläum gibt's ein neues Helles

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Erding - Der Erdinger Weißbräu hat gestern sein neues Stiftungsbräu Hell vorgestellt. Der Weg geht zurück in die Geschichte.

Wenn Kanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Horst Seehofer am heutigen Freitag in Ingolstadt den 500. Geburtstag des Bayerischen Reinheitsgebots feiern, dann müssen sie damit leben, dass die Erdinger ein bisserl schneller dran waren. Bereits am Donnerstag stellte der Erdinger Weißbräu sein neues Stiftungsbräu Hell vor, ein helles Vollbier mit 11,8 Prozent Stammwürze und 5,1 Prozent Alkohol. Es ersetzt das Fischer’s Hell. Gebraut wird es zumindest noch heuer in Regensburg – unter strenger Aufsicht und Kontrolle der Erdinger. Ab 2017 ist die Brauerei an der Franz-Brombach-Straße baulich so ertüchtigt, dass das Stiftungsbräu in seiner Heimat hergestellt wird.

Ursprünglich – das war bei der Erstverkostung im Gasthof zur Post, Stammhaus der Fischer’s Wohltätigkeitsstiftung, ein häufig gebrauchter Begriff. Denn mit dem Stiftungsbräu bekennt sich Erdinger, der heuer 130-Jähriges feiert, zu seiner langen Tradition. Geschäftsführer Josef Westermeier erinnerte an weitere Jahrestage: 500 Jahre Reinheitsgebot, 325 Jahre Brautradition in Erding und 125 Jahre Fischer’s Stiftung, die eng mit der örtlichen Braukunst verwoben ist.

Westermeier nannte weitere Meilensteine der Erdinger Bier- und Braugeschichte und verwies darauf, dass es im 17. Jahrhundert sechs Brauereien gegeben habe. Die Stiftungsbrauerei sei aus dem Reschbräu hervorgegangen.

Flasche, Etikett und Werbung nehmen gleichermaßen die Historie auf: Abgefüllt wird das neue Helle in den bauchigeren Maurerflaschen. Das Etikett ist schlicht gehalten: eine dezente Silhouette der Stadt auf weißem Grund. Die rote Krone mit dem blauen Schriftzug greift die frühere Bierwerbung auf, die bis Anfang der 90er Jahre in Erding zu sehen war.

Andreas Brenninger, der die Premiere moderierte, nannte mehr Zutaten, als es das Reinheitsgebot vorsieht: „Zu Hopfen, Malz und Wasser kommen bei uns reichlich Liebe, Können und Leidenschaft.“

Peter Liebert, ebenfalls Geschäftsführer, überraschte die Gäste mit seinem Hinweis auf die „Vatertagstauglichkeit“ des Stiftungsbräus. „Wir haben stark auf die Bekömmlichkeit geachtet. Das heißt, es muss niemand vor einem Kopf am nächsten Tag Angst haben.“

Auf die Qualität ging auch OB Max Gotz ein. Die sei dann bestätigt, wenn die Besucher eine zweite Halbe bestellten. So gesehen, hat das neue Helle seine Feuertaufe bestanden: Niemand ging nach nur einem Bier nach Hause. Nun kommt es in den Handel.

Öffentliche Verkostung

Die Bürger können das neue Stiftungsbräu Hell am morgigen Samstag verkosten – von 11 bis 13 Uhr auf dem Schrannenplatz. Dazu spielt die Blaskapelle Isen Der Euro pro Halbe kommt der Feuerwehr Erding zu Gute, die auch den Ausschank übernimmt.

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