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Turmschieber mit Wasserbogen: Dieser Brunnen stammt vom Erdinger Künstler Harry S.

Brunnen-Spaziergang 

Erdings besondere Wasserstellen

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Erding - Erding hat viel zu bieten. Es gibt einige Wege, die Stadt zu entdecken. Neu ist der Brunnen-Spaziergang, den Günther Pech vom Stadtmarketing ins Leben gerufen hat. Er führt am Donnerstag, 8. Juni, ab 18 Uhr erstmals zu den Wasserstellen der Stadt.

Ein Spaziergang von Brunnen zu Brunnen: Diese Idee hatte Günther Pech vom Stadtmarketing. Auch so kann man Erding mit seinen verborgenen Winkeln entdecken. Elf Brunnen sind in dem Faltblatt zusammengefasst. Am Donnerstag, 8. Juni, um 18 Uhr findet die Erstbegehung des Brunnenweges statt. Der Spaziergang dauert eine gute Stunde und ist rund drei Kilometer lang.

Treffpunkt für alle Interessierten ist der Schrannenplatz. Dort steht Erdings bekanntester Brunnen: der Ährenbrunnen. Er ist nach der Altstadtsanierung 1998 vom Landshuter Bildhauer Karl Reidel geschaffen worden und erinnert an die jahrhundertelange Funktion des Platzes als Getreide-Umschlagort.

Vom Schrannenplatz aus geht es Richtung Osten auf dem linken Gehweg der Landshuter Straße entlang zum Schönen Turm. Nach nur 85 Metern erreicht man vor der Abzweigung zur Straße „Am Rätschenbach“ den Entenbrunnen. Der Ziehbrunnen stammt von Steinmetz Karl Gottmann und wurde 1932 errichtet. Die Reliefs zeigen zwei Enten. Auch der Ausguss hat die Form eines Entenschnabels.

Anschließend überquert man die Landshuter Straße und geht durch das Eingangstor in den Heiliggeist-Hof zum Taubenbrunnen (1980). Bildhauer Georg Brenninger aus Velden hat ihn geschaffen. Die vier Tauben symbolisieren die Tugenden Klugheit, Gerechtigkeit, Mäßigung und Tapferkeit.

Der Weg führt weiter entlang der alten Stadtmauer Richtung Grüner Markt. Die Spaziergänger überqueren die Sempt auf dem Rudolfsteg. Dann gehen sie rechts in die Prielmayerstraße entlang der Sempt Richtung Bachingerstraße. Dort stößt man an der Kreuzung zur Haager Straße auf das neue Kunstwerk „Erding jetzt“. Schräg gegenüber steht die Brunnenplastik „Zärtlichkeit“ des Wasserburger Künstlers Frederic Basho. Der aus Bronzeblech gefertigte Kugelkopf ruht lächelnd in zwei Händen. Der Betonsockel darunter ist einer zehnblättrigen Lotusblüte nachempfunden.

Stadtauswärts geht es weiter Richtung Fischer’s Seniorenzentrum. Vor dem Eingang, steht ein Kaskadenbrunnen. Daneben findet sich auf einer hohen Säule auch eine Madonna mit Kind, die die Wartenberger Künstlerin Christiane Horn 1997 als Bronzeplastik geschaffen hat.

Von dort spaziert man durch das Gelände des Seniorenzentrums Richtung Westen und nimmt den Fußweg nördlich zum Heiliggeist-Stift. Über den Parkplatz des Stifts erreicht man die Sempt-Brücke, dann geht man rechts auf dem Kreuzweg Richtung Innenstadt. Man gelangt nach links in den Dr.-Ulrich-Weg und erreicht die Münchener Straße. An der gegenüber liegenden Ecke zur Riverastraße steht ein weiterer Brunnen, genannt „Spirale“. Der Erdinger Künstler Benno Hauber hat ihn aus Sandstein 1979 zur Eröffnung eines Autohauses geschaffen.

Weiter geht es stadteinwärts. Vor der Münchener Brücke erreicht man den Turmschieber-Brunnen des Erdinger Künstlers Harry Seeholzer aus dem Jahr 2013. Ein Wasserbogen ersetzt den imaginären Stadtturm. Nach der Fehlbach-Brücke führt der Spaziergang über den Kiesweg am Herzoggraben Richtung Norden – bis zur überdachten Holzbrücke über den Fehlbach. Es geht über die Brücke zum Alois-Schießl-Platz Richtung Stadthalle. Dort steht vor dem Eingang der Heraklit-Brunnen (1984) des Münchner Künstlers Manfred Mayerle.

Über die Holzbrücke geht es zurück auf den Fußweg am Herzoggraben und weiter links Richtung Norden. Die Spaziergänger überqueren die Lange Zeile und gehen Richtung Norden zum Markthaus. Dort steht der Zunftbrunnen. Erdings ehemaliger Bürgermeister Karl Heinz Bauernfeind, gelernter Steinmetz, hat ihn 1982 nach einem Entwurf von Benno Hauber aus Granit gefertigt.

Der Weg führt zurück zur Kreuzung mit der Straße Am Mühlgraben. Dort geht es Richtung Großparkplatz. Am Fußgängerüberweg biegt man in den Aeferleinweg ein, kommt an der Stadtbücherei vorbei und geht links in die Straße Am Rätschenbach. Dort stößt man auf einen Granit-Wassergrand (1984). Der Pretzener Bildhauer Josef Moser hat ihn gefertigt. Bereits im ersten Stadtplan aus dem Jahr 1668 war dort ein Schöpfbrunnen zu sehen.

Die letzte Station des Spaziergangs ist der Kleine Platz. Seit 1910 steht dort das Kriegerdenkmal, das an die Gefallenen aus den Jahren 1970/71 erinnert, zusammen mit Brunnen und Bepflanzung. Der Erdinger Steinmetz Meyer hat das Ensemble einst geschaffen. Nur noch wenige Schritte davon entfernt, endet der Rundgang wieder an seinem Ausgangspunkt, dem Ährenbrunnen am Schrannenplatz.

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