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Erdings junger Grünen-Chef: „Schwarz-Grün ist eine Option“

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Von: Hans Moritz

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Konrad Thees ist erst vor einem Jahr den Grünen beigetreten. Nun ist er Ortssprecher. © EA

Bayerns Grüne haben sich am Wochenende in Regensburg getroffen, um erste Inhalte für das Programm zur Landtagswahl im Herbst 2023 zu diskutieren. Mit dabei war Erdings Grünen-Vorsitzender Konrad Thees (17).

Herr Thees, wie war’s auf dem Workshop?

Es hat Spaß gemacht. Ich bin ja erst ein Jahr in der Partei, das war wieder eine ganz neue Erfahrung, als Basismitglied aktiv am Wahlprogramm mitzuarbeiten.

Welche Themen sind Ihnen besonders wichtig?

Das sind die Klima- und die Energiewende, deswegen bin ich den Grünen beigetreten. Beides müssen wir anpacken. Aber auch ein besserer sozialer Zusammenhalt ist mir wichtig.

Für wie wahrscheinlich halten Sie ab 2023 eine Ampel auch in Bayern?

Diese Option wurde bisher in Bayern wenig diskutiert. Gerade was die gesellschaftspolitischen Themen angeht, wäre eine Ampel eine Möglichkeit. Aber natürlich ist in Bayern die CSU ein großer Faktor, der unter Umständen andere Mehrheiten verhindert. FDP und SPD stehen in Bayern zurzeit ja nicht so gut da.

Sollten die Grünen mit der CSU koalieren?

Natürlich wünsche ich mir, dass die Grünen die stärkste Kraft werden. Aber man muss so ehrlich sein, dass das eher unwahrscheinlich ist. Ich finde es unverantwortlich, von vorneherein den Wählerinnen und Wählern zu sagen, mit dieser oder jener Partei keine Koalition einzugehen – außer mit der AfD. Die Leute wählen uns, damit wir ihre Anliegen umsetzen. Das geht eben nur in der Regierung. Schwarz-Grün ist eine Option.

Was halten Sie vom geplanten Volksbegehren der FDP zur Verkleinerung des Landtags?

Die Details kenne ich nicht. Tatsache ist aber, dass die Stimmkreise nicht mehr einheitlich sind, einige haben zu viele, andere zu wenig Wahlberechtigte. Und der Landtag darf nicht weiter wachsen. Die CSU ignoriert das bislang.

Wie stehen Sie zum Wahlalter?

Ich bin klar dafür, dass das aktive wie passive Wahlrecht von 18 auf 16 Jahre gesenkt wird, weil die Jugend von den heute getroffenen Entscheidungen betroffen sind. Ebenso bin ich der Meinung, dass man nicht zwingend mindestens 40 sein muss, um Ministerpräsident zu werden. Und das sage ich nicht, weil unsere Katharina Schulze noch keine 40 ist. ham

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