Erdings Oberbürgermeister weist Vorwürfe der AfD zurück 

„Keine Freunde der Demokratie“

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Erding – „Ich stelle mich breit vor meine Verwaltung“: Mit diesen Worten verteidigte Erdings Oberbürgermeister Max Gotz (CSU) jüngst im Stadtrat seine Rathaus-Mitarbeiter gegen Vorwürfe der AfD.

Am Ende der öffentlichen Sitzung sprach Gotz ein Schreiben „eines AfD-Mitglieds“ an, wie er es nannte. Darin gehe es um die Vorgänge zur Landtagswahl am 14. Oktober sowie um einen Vorwurf, „den ich entschieden zurückweise“, so Gotz.

Dann zitierte er aus dem Schreiben. Darin heißt es: „Die einzige Möglichkeit zum Wahlbetrug besteht bei der Briefwahl. Denn während der Zeit vom Einwerfen bis zur Öffnung am Wahltag könnte jemand die Unterlagen aufmachen, kontrollieren, mit neuen Stimmzetteln und neuen Kuverts wieder einpacken – und dann zur Auszählung weiterreichen. Ich weiß, ein sehr umständliches Verfahren. Aber möglich wäre es. Und wenn ich mir die Briefwahlergebnisse anschaue, die oft für die AfD in der Stadt Erding nur bei vier bis sieben Prozent liegen – und bei den Urnenergebnissen liegen wir oft bei über zehn Prozent . . .“, las Gotz weiter vor, ohne näher auf den Verfasser dieser Zeilen einzugehen.

Über ihn hat unsere Zeitung bereits berichtet: Bei dem Zitat handelt es sich um einen Facebook-Kommentar des AfD-Kreisvorsitzenden Wolfgang Kellermann, den dieser zwei Tage nach der bayerischen Landtagswahl auf der Seite des AfD-Kreisverbands veröffentlicht hatte. Wie berichtet, war unter einem Post, in dem es um das Wahlergebnis der AfD im Landkreis ging, über die Möglichkeit von Wahlbetrug diskutiert worden.

„Blödsinn“, kam dazu im Stadtrat als Zwischenruf von Willi Scheib (SPD). Und Gotz stellte unter dem fraktionsübergreifenden Applaus der Stadträte klar: „Diese Vorwürfe weise ich entschieden zurück.“ Er finde es „traurig, dass es trotzdem noch so viele gibt, die solche Leute wählen. Dafür habe ich keinerlei Verständnis. Das gibt es nicht bei uns im Haus und bei keinem der ehrenamtlichen Helfer.“ Ihnen sprach der OB seinen Dank aus, dass sie am Wahlsonntag beim langwierigen Auszählen mitgeholfen hätten. Und in Richtung AfD meinte er: „Das sind keine Freunde der Demokratie, die solche Äußerungen machen.“

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