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Die Zahl der Solarzellen könnte sich in der Stadt Erding bald erhöhen. 

Erneuerbare Energien 

Dem Solarstrom verpflichtet

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Regenerative Energien sind seit jeher ein Thema, das sich Grüne und ÖDP auf die Fahnen geschrieben haben. Jetzt haben die beiden Parteien einen Antrag darauf gestellt, alle geeigneten kommunalen Dächer mit Solarstromanlagen auszustatten. Im Stadtentwicklungs-, Umwelt- und Verkehrsausschuss entwickelte sich eine Diskussion, an deren Ende ein Kompromiss stand.

Erding – Regenerative Energien sind seit jeher ein Thema, das sich Grüne und ÖDP auf die Fahnen geschrieben haben. Jetzt haben die beiden Parteien einen Antrag darauf gestellt, alle geeigneten kommunalen Dächer mit Solarstromanlagen auszustatten. Im Stadtentwicklungs-, Umwelt- und Verkehrsausschuss entwickelte sich eine Diskussion, an deren Ende ein Kompromiss stand.

Oberbürgermeister Max Gotz störte die pauschale Formulierung. Einfach einen Beschluss für sämtliche kommunalen Dächer zu fällen, war ihm doch ein wenig zu viel. „Das wäre sehr teuer“, meinte er. Sämtliche Gebäude müssten dann intensiv auf Eignung untersucht werden, unter anderem auf Statik. Das würde dann wohl auch mehr als 100 000 Euro ausmachen, meinte Gotz. Diese Summe müsste laut Stadtverwaltung für eine Überprüfung der Dächer durch ein Ingenieurbüro im Haushalt 2018 vorgesehen werden.

Mit einer pauschalen Formulierung tun sich auch die Freien Wähler schwer. „Aber das ist ein Thema, bei dem wir uns verpflichten müssen“, sagte Petra Bauernfeind. Beispielsweise könne man ja bei Dächern, die erneuert werden müssten, das Thema Solarenergie ins Auge fassen. „Aber 100 000 Euro auf die Schnelle in den Haushalt einzustellen – da tu’ ich mich schwer. Insgesamt ist es aber ein erstrebenswertes Projekt“, so Bauernfeind. Hermann Schießl (CSU) meinte derweil: „Kraft-Wärme-Kopplung und der Ausbau der Geothermie wären erstrebenswerter.“

Über die vergangenen Jahre habe man immer mal wieder Ja zu Photovoltaik-Anlagen gesagt, so OB Gotz. Und das könne auch weiterhin der Fall sein. „Aber das Grundsätzliche ist mir ein Dorn im Auge“, sagte er. Grünen-Rat Günther Kuhn ruderte während der Debatte ein wenig zurück. Man könne geeignete Dächer „vielleicht nach und nach“ mit Solarzellen ausstatten – „aber nicht erst in 20, 30 Jahren“. Das sah SPD-Rat Horst Schmidt ähnlich: „Wir müssen einen Fahrplan schaffen“, forderte er.

Während der Diskussion brachte Gotz die Einstellung eines Energiereferenten ins Spiel. „Es wäre vielleicht nicht ungeschickt, einen zu haben“, meinte er sehr zur Freude von Eva Maria Döllel (ÖDP). „Ich finde es gut, dass Sie einen Energiereferenten im Auge haben“, sagte sie. Am Ende beschlossen die Ausschussmitglieder einstimmig, dass es sich die Stadt zur Aufgabe mache, vereinzelte, für Photovoltaik geeignete Dächer zu ermitteln und das Projekt mit möglichen Partnern wie den Stadtwerken oder EVE (Energievision Landkreis Erding) weiter voranzubringen.

Der Antrag bestand eigentlich aus zwei Teilen. Grüne und ÖDP hatten nämlich ursprünglich auch gefordert, allen Eigentümern von Mehrfamilienhäusern sowie Wohnungseigentümergemeinschaften und dergleichen die Ausstattung mit Solarstromanlagen anzubieten und im Rahmen eines sogenannten Mieterstrommodells Strom zu vergünstigten Konditionen zu liefern. Grünen-Rat Kuhn zog diesen Teil des Antrags aber gleich zu Beginn der Debatte zurück. Er hatte wohl auch die Tischvorlage zur Sitzung gelesen, in der die Stadtverwaltung ausführlich Stellung nimmt, weshalb ein solches Modell nur schwer darstellbar ist. „Wir müssen der Öffentlichkeit die Hoffnung nehmen, dass die Stromkosten sinken“, betonte Gotz. „Solche Mieterstrommodelle sind spitz gerechnet.“

Markus Schwarzkugler

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