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Das Fischer’s Seniorenzentrum wächst beträchtlich. Der Bestand ist gelb markiert, die Neubauten rot. Die Pläne sind noch im Anfangsstadium. Fischer’s Stiftung und Fischer’s Verwaltungs GmbH wollen 17 bis 18 Millionen Euro in Betreutes Wohnen, Tagespflege und Demenzbereich investieren.

Erwerb des Grundstücks Haager Strasse 36

Fischer’s Seniorenzentrum wird erweitert

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Das Seniorenzentrum Erding wird erweitert. Fischer’s Stiftung und Fischer’s Verwaltungs GmbH planen auf dem Nachbarareal Haager Straße 36 drei neue Gebäude – für Betreutes Wohnen, Tagespflege und einen geschützten Demenzbereich.

Erding - Zu Jahresbeginn hatte der Kahlschlag an der Haager Straße zwischen Fischer’s Seniorenzentrum und Agip-Tankstelle für reichlich Wirbel gesorgt. Doch aus der geplanten Wohnbebauung, die bei den Nachbarn auf wenig Gegenliebe gestoßen war, wird nichts. Die Fischer’s Stiftung und die Fischer’s Stiftungs Verwaltungs GmbH haben ihr Vorkaufsrecht genutzt und am 11. Mai zugegriffen. Darüber informierten Vorsitzender und Landrat Martin Bayerstorfer sowie Geschäftsführer Matthias Vögele jetzt die Öffentlichkeit.

In den ersten Plänen sind ein U-förmiges Gebäude mit drei Stockwerken zur Haager Straße hin zu sehen, das an die bestehende Verwaltung andockt. Senkrecht zur Haager Straße sowie als Abschluss der Stadtschreiber-Mandl-Straße sind zwei Gebäude mit jeweils zwei Geschossen vorgesehen.

Insgesamt, so Bayerstorfer, rechne man mit 4600 Quadratmeter Nutzfläche. Im Endausbau rechnet Vögele mit rund 90 Apartments. Zunächst einmal sollen knapp 50 realisiert werden.

Der größte Teil ist nach den Worten Bayerstorfers für Betreutes Wohnen vorgesehen. Ausbauen will er auch den noch recht kleinen Anteil an weglaufgeschützten Einheiten für Demenzkranke. Nicht zuletzt wird auch die Tagespflege erweitert.

Die Bauherren rechnen mit einer Investitionssumme von 17 bis 18 Millionen Euro. Laut Vögele ist die Zahl wegen des frühen Planungsstadiums aber „noch nicht belastbar“. Vögele und Bayerstorfer betonten, dass man sich das leisten könne. Den Umsatzerlös der Stiftung im Jahr 2016 bezifferte Vögele mit rund zehn Millionen Euro. Den Überschuss gab er mit 394 000 Euro an. „Letzterer wurde unter anderem für den Ankauf des Grundstücks Haager Straße 36 verwandt“, erklärte Bayerstorfer.

Einen ersten Vorbescheidsantrag gibt es schon, für den Bebauungsplan liegt ein Aufstellungsbeschluss vor. Oberbürgermeister Max Gotz deutete an, „dass wir eventuell keine Bauleitplanung benötigen, wenn der Vorbescheid qualitativ hochwertig ist“. In den Baumbestand wird laut Landrat kaum eingegriffen.

Für Erding sei das Vorhaben ein Segen, so Gotz. Man werde alles daran setzen, dass so schnell wie möglich gebaut werden könne. Bayerstorfer rechnet mit dem Jahr 2019. Er meinte aber auch, „dass wir derzeit noch nicht genau sagen können, welches Angebot in welchen Neubau komme. Der geschützte Demenzbereich müsse so angesiedelt werden, „dass die Bewohner das Gelände nicht unbemerkt verlassen können. Sie sollen aber auch nicht merken, dass sie nicht rauskönnen.“

Die Erweiterung hält Bayerstorfer für dringend geboten. „Der Bedarf dafür ist da, die Nachfrage steigt auch in einem der jüngsten Landkreise.“ Gerade Apartments für Demenzkranke seien Mangelware. „Das gibt es derzeit nur noch in Wernhardsberg.“ Es sei aber schwierig, ältere Menschen gerade in diesem Zustand noch einmal umzusiedeln. Nicht zuletzt die Angehörigen wünschten sich, dass die Senioren am angestammten Platz bleiben könnten, so der Landrat. Erding liege zudem zentral. Das Seniorenzentrum sei schon heute Vollsortimenter und habe zuletzt Top-Noten vom Medizinischen Dienst erhalten.

Gotz äußerte die Hoffnung, dass genügend Fachkräfte gefunden werden. „Ich setze da auf das neue Bildungszentrum für Gesundheitsberufe.

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