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Angelika Niebler (CSU/EVP)sitzt weiter im EU-Parlament.

Europawahl-Analyse

In Kirchberg holt die SPD gerade einmal 2,8 Prozent

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Die SPD hat in acht Gemeinden mit der Fünf-Prozent-Hürde zu kämpfen, dort schwanken die Wahlergebnisse von 2,8 bis 4,5. Die CSU kann sich in zwei Gemeinden über die absolute Mehrheit freuen und die Grünen schneiden in Städten gut ab.

Erding – Wenn sich die SPD zu einem völligen Neustart durchringt, sollte sie im Landkreis Erding in Kirchberg beginnen. Denn in der Holzlandgemeinde setzten gerade einmal 13 Wähler ihr Kreuz bei den Genossen. Dort ist sie mit historischen 2,8 Prozent auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit. In acht Gemeinden blieb die SPD unter der Fünf-Prozent-Hürde: neben Kirchberg in Steinkirchen (3,8 %), St. Wolfgang (4,4), Oberding (4,7), Inning (4,2), Hohenpolding (4,9), Fraunberg (3,8), Eitting (4,7) und Berglern (4,5). Die besten Resultate holte sie in Erding (8,4), Neuching (7,4) und Ottenhofen (7,2). Landkreisweit waren es 6,5 Prozent.

Die CSU träumt von den Zeiten mit stabilen absoluten Mehrheiten. In zwei Gemeinden schaffte sie am Sonntag die 50-Prozent-Hürde noch einmal: Steinkirchen (55,5) und Hohenpolding (52,4), dem Wohnort von CSU-Kreisvorsitzendem und Landrat Martin Bayerstorfer. Am wenigsten Unterstützung fand die Union einmal mehr in der die dritte Startbahn fürchtenden Gemeinde Berglern (31,9) und in Ottenhofen (36,8). Insgesamt erreichte sie 41,9 Prozent.

Die Grünen mit 17,6 Prozent waren vor allem in den beiden Städten erfolgreich: in Erding kamen sie auf 20,3, in Dorfen auf 20,6 Prozent. Noch besser schnitten die eigentlichen Wahlgewinner in Wörth und Ottenhofen mit jeweils 21 Prozent ab. Das Holzland ist hingegen kein grüner Gäu, zumindest nicht politisch: In Steinkirchen und Hohenpolding fuhren sie mit 8,7 beziehungsweise 11,9 Prozent ihre schlechtesten Ergebnisse ein.

Landkreisweit ist es der AfD nicht gelungen, zweistellig zu werden. Sie erzielte am Sonntag mit 9,2 Prozent das gleiche Ergebnis wie bei der Europawahl 2014, als sie noch deutlich unbedeutender war. Im Vergleich zur Landtagswahl im Herbst 2018 büßte die Rechtspartei sogar 1,3 Prozentpunkte ein. Ihr bestes Ergebnis bekam sie von den Kirchbergern mit 12,6 Prozent, in Moosinning waren es 12,5, in Taufkirchen – Heimat der AfD-Kreisräte Martin Huber und Peter Attenhauser – 10,3 Prozent. Ihre schlechtesten Ergebnisse erzielte die AfD in Wartenberg (6,4) und Wörth (6,8).

Klarer Spitzenreiter bei der insgesamt recht guten Wahlbeteiligung von landkreisweit 63,3 Prozent war Ottenhofen: 73,5 Prozent der Wahlberechtigten machten von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Schlusslichter waren Eitting mit 58,5 und Hohenpolding mit 59,4 Prozent.

Die Region ist weiter mit einer eigenen Abgeordneten im EU-Parlament vertreten: Angelika Niebler (CSU/EVP) aus Vaterstetten. 

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