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Gut gelaunt: Dekan Jochen Hauer (l.) führte die neuen Erdinger Pfarrer Christoph Keller (M.) und Henning von Aschen in der Erlöserkirche in Klettham in ihre Ämter ein. Nun gibt es wieder vier evangelische Seelsorger

Evangelische Kirchengemeinde Erding

Zwei neue Pfarrer:  Aufbruch in bewegte Zeiten

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Die lutherisch-evangelische Gemeinde Erding ist wieder komplett:Am Sonntagnachmittag wurden gleich zwei neue Pfarrer feierlich in ihre Ämter eingeführt – Christoph Keller und Henning von Aschen.

Erding - Als Pfarrerin Andrea Oechslen am Sonntagnachmittag in der Erlöserkirche zu Klettham von einem „schönen und strahlenden Tag“ sprach, meinte sie nicht nur das herrliche Oktoberwetter. Ihre Freude galt eher dem Ende der Vakanz in der evangelischen Kirchengemeinde Erding, zu der neben der Kreisstadt auch die Gemeinden Berglern, Bockhorn, Buch, Eitting, Forstern, Fraunberg, Moosinning, Neuching, Oberding, Pastetten, Walpertskirchen und Wörth gehören. Nun gibt es wieder vier Seelsorger.

Nach acht beziehungsweise zwei Monaten „Pfarrersleere“, so der Freisinger Dekan Jochen Hauer, seien die Stellen von Daniel Tenberg und Martin Schwenk wieder besetzt. Hauer bedankte sich bei Oechslen und Pfarrer Roland Fritsch, dass sie gemeinsam mit dem Pfarramt und dem Kirchenvorstand in dieser Zeit die große Gemeinde gelenkt hätten. „Das war sicher eine große Herausforderung. Nun sind sie davon befreit.“ Der Dekan sagte aber auch, dass es eine vergleichsweise kurze Vakanz gewesen sei. „Das hätten andere Gemeinden auch gerne.“

Keller und von Aschen haben ihren Dienst bereits am 1. Oktober angetreten, nun fand die feierliche Einführung statt. Dazu waren nicht nur viele Protestanten gekommen, sondern auch politische Prominenz, darunter stellvertretende Landrätin Gertrud Eichinger, Erdings OB Max Gotz sowie seine Kollegen Thomas Gneißl (Wörth), Hans Schreiner (Bockhorn) und Matthias Zimmerer (Pastetten). Die katholische Gemeinde wurde vom Altenerdinger Pfarrer Jan-Christoph Vogler vertreten.

Elke Fischer, Vertrauensfrau des Kirchenvorstands, verlas die von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm unterzeichneten Ernennungsurkunden.

Keller, der die erste Pfarrerstelle übernimmt, ist 46 Jahre alt und wurde in Dortmund geboren. Er wuchs in Würzburg auf. Nach Abitur, Wehrpflicht und einer Phase als Zeitsoldat studierte Keller in Erlangen und Tübingen Theologie. Das Vikariat verbrachte er in Bad Füssing. Seine erste Stelle hatte er in Deggendorf. Zuletzt war er zehn Jahre im niederbayerischen Osterhofen. Keller ist verheiratet und hat eine 26 Jahre alte Stieftochter.

Von Aschen kam in Göttingen zur Welt. Theologie studierte er im fränkischen Neuendettelsau. Vikar war er in Aschau. Für drei Jahre ging er ins englische Bristol. Die vergangenen vier Jahre war von Aschen, der verheiratet ist und drei Kinder hat, Pfarrer für Moosburg und Wartenberg.

Dekan Hauer bescheinigte ihnen, dass sie „in einer spannenden und bewegten Zeit“ neue Ämter anträten. Denn auch die evangelische Kirche verzeichnet viele Austritte. Er bat Keller und von Aschen, auch neue Wege zu gehen. „Es muss nicht alles so bleiben, wie es ist.“ Man müsse „das volle Programm nicht in jedem Sprengel und in jeder Gemeinde haben“. Besser sei es, mit anderen Gemeinden zusammenzuarbeiten, sich gegenseitig zu vertreten oder Predigten auszutauschen.

Die Besonderheit des Gottesdienstes: Ihre erste Predigt hielten Keller und Aschen gemeinsam – auf der Basis des Markus-Evangeliums.

Eichinger und Gotz äußerten ihre Freude über die beiden neuen Pfarrer und sicherten ihnen Unterstützung zu. Gotz meinte, die Region sei geprägt von Zu- und Wegzug. „Umso wichtiger sind Vereine, aber auch die Kirche als Anlaufstellen.“

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