Bluttat: Mehrere Menschen in Finnland niedergestochen

Bluttat: Mehrere Menschen in Finnland niedergestochen
+
Sie halten die Fahne des evangelischen Kindergartens in Altenerding hoch: Petra Schmidt und Irmi Kanwischer (v. l.). 

Evangelischer Kindergarten in Altenerding 

Bewährtes Team seit 20 Jahren an Bord

Der evangelische Kindergarten in Altenerding feiert am Sonntag sein 20-jähriges Bestehen.

Altenerding Petra Schmidt, die den Kindergarten von Beginn an leitet, erinnert sich an den Einzug im Oktober 1997, denn „das Gebäude war noch nicht ganz fertig“ und auch im Garten standen keine Spielgeräte. Heute ist das anders. Ein großer Sandkasten mit Sonnensegel, ein Klettergerüst in Form einer Arche, Schaukeln und vieles mehr laden die Kinder zum Spielen ein.

1997 waren die Kindergartenplätze rar, es gab lange Wartelisten. Heute ist das durch den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz anders. Die Städte und Kommunen haben ihre Hausaufgaben gemacht, und gerade Erding hat da vorbildlich vorausschauend gearbeitet.

Von Anfang an dabei sind auch Schmidts Stellvertreterin Irmi Kanwischer sowie die Reinigungskraft Michaela Juchum. Im Schnitt betreuen 13 bis 15 Erzieherinnen und Praktikantinnen 100 Kinder. Eine Küchenkraft sorgt für warmes Mittagessen.

Das Motto des evangelischen Kindergartens lautet: „Spielend groß werden – Gottes Welt entdecken“ und ist heute aktueller denn je. Die Kinder vor 20 Jahren seien wesentlich ruhiger gewesen. Man habe sich in den Familien Zeit zum gemeinsamen Essen genommen, es wurde gebastelt und die Kinder lernten die einfachsten Dinge zu Hause. „Heute ist das ganz anders“, sagen die Expertinnen. Die Eltern müssten oft beide arbeiten, teilweise in auch am Wochenende oder abends. Gemeinsames Essen könne da nicht stattfinden. „Die Kinder können heute mit drei, vier Jahren mit einem Handy umgehen, aber die Schnürsenkel binden, das geht nicht“, sagt Schmidt.

Durch die Berufstätigkeit der Eltern sind viele Kinder sieben bis acht Stunden im Kindergarten. Über Inklusion will Schmidt gar nicht erst reden, denn „Inklusion sollte selbstverständlich sein“. Manche Kinder hätten eben einen höheren Förderbedarf als andere. Dazu brauche man gutes und vor allem ausreichend viel Personal. „Der Kindergarten versucht, Wege zu finden, es gut zu machen, Kompromisse einzugehen, aber keinesfalls faule Kompromisse“, betont Schmidt. Sie nimmt deshalb gemeinsam mit dem ganzen Team regelmäßig an Schulungen teil. Die seien wichtig, um gemeinsam den gleichen Hintergrund zu haben und weiterhin Qualitätsarbeit leisten zu können.

Seit 15 Jahren gibt es im Kindergarten ein teiloffenes Konzept. Das heißt, die Kinder können zu festen Zeiten in der Turnhalle Sport treiben, sie können andere Gruppen besuchen, im Haus und im Außenbereich spielen. Sie müssen nicht die ganze Zeit in der Gruppe bleiben, außer innerhalb der Gruppe wird gerade gearbeitet, gebastelt, gelernt.

In den vergangenen Jahren hat sich das Aufgabengebiet der Erzieherinnen um ein Vielfaches erweitert. Es gibt mehr staatliche Vorgaben durch den Bildungs- und Entwicklungsplan. Darüber müssen auch Nachweise erbracht werden, was einen zusätzlichen Aufwand erfordert. Aber dieser Mehraufwand dürfe nicht zu Lasten der Arbeit am Kind gehen, betont Schmidt.

Sie betont, dass es ein toller Job ist, den sie tagtäglich ausübt. Sie würde ihn jederzeit wieder wählen. „Die Zukunft unserer Kinder ist wichtig, vor allem die Vermittlung von Sozialkompetenz untereinander“, sagt sie. Wenn das alles geklappt hat und die Kinder in die Schule entlassen werden, dann sei sie sehr zufrieden.

Mit einem großen Fest

wird das 20-jährige Bestehen am Sonntag, 23. Juli, begangen. Die Kinder gehen zunächst zur Verabschiedung von Pfarrer Martin Schwenk in die Auferstehungskirche, die um 10 Uhr im Rahmen eines Familiengottesdienstes stattfindet, bevor sie im Kindergarten einen kleinen Gottesdienst feiern und dann das große Fest beginnt, gemäß dem Motto des Kindergartens: „Spielend groß werden – Gottes Welt entdecken“.

Elvi Reichert

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Gemeinsamer Mittagstisch für Senioren
Mittagessen als Gemeinschaftserlebnis: Für ältere, alleinstehende Menschen ist das oft sehr wichtig. Im Mehrgenerationenhaus (MGH) Taufkirchen wird ein …
Gemeinsamer Mittagstisch für Senioren
Plaudernde Politiker, faszinierendes Feuerwerk
Restlos begeistert war Dorfens Bürgermeister Heinz Grundner am Mittwochabend beim Kommunalpolitikertreff auf dem 141. Dorfener Volksfest.
Plaudernde Politiker, faszinierendes Feuerwerk
Radfahrerin stürzt auf Fahrbahn
Auf dem Übergang von der Straße auf den Radweg vor dem Amtsgericht ist am Donnerstagabend eine Radlerin gestürzt.
Radfahrerin stürzt auf Fahrbahn
Drei Burschen rauchen Joints
Drei junge Burschen sind am Donnerstagabend beim Drogenkonsum im Erdinger Stadtpark erwischt worden. Sie waren nicht die einzigen, die der Polizei Arbeit bescherten.
Drei Burschen rauchen Joints

Kommentare