Maschine hatte keine Blackbox

Fahnder rätseln: Warum stürzte Flugzeug des Erdinger Thermengründers ab?

  • schließen

Vier Tage ist der tragische Tod des Thermengründers von Erding Josef Wund nun her. Inzwischen wurde das Wrack geborgen. Das ist der Stand der Ermittlungen.

Ravensburg/Erding – Auch vier Tage nach dem tödlichen Flugzeugabsturz bei Ravensburg ist die Ursache für das Unglück noch völlig unklar. Am Wochenende wurden die letzten Wrackteile der Cessna aus dem Waldstück geborgen. Sie mussten möglichst vorsichtig von der Unfallstelle entfernt werden, um weitere Beschädigungen zu vermeiden, wie ein Polizeisprecher erklärte.

Die Teile wurden in Container verpackt und werden nun nach Braunschweig zur Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) gebracht. Dort sollen sie in einem Hangar ausgelegt und untersucht werden, wie ein BFU-Sprecher erklärt. „Diese Maschine hatte keine Blackbox“, sagt er. Dennoch seien mehrere Computersysteme an Bord gewesen. Wenn bei den Bergungsarbeiten die Speicherchips sichergestellt werden konnten, ließen sich diese unter Umständen auch noch auslesen, um etwa die Daten der Triebwerke untersuchen zu können.

Die drei Opfer, unter denen auch der Therme-Erding-Gründer Josef Wund war, wurden mittlerweile obduziert. „Hier warten wir noch auf das Ergebnis“, sagt der BFU-Sprecher. Außerdem werde der Deutsche Wetterdienst noch detaillierte Wetterinformationen zur relevanten Unfallzeit liefern. Zudem würden die Radardaten und die Funksprüche ausgewertet. „Es liegt also noch viel Arbeit vor den Kollegen.“ Erst wenn diese Auswertungen abgeschlossen sind, könne möglicherweise eine Absturzursache bestimmt werden.

Lesen Sie auch: Porträt zu Josef Wund - das hat der Unternehmer für Erding bedeutet

Die Cessna war auf ihrem Flug von Hessen nach Friedrichshafen am Donnerstagabend in der Nähe von Ravensburg (Baden-Württemberg) in ein Waldstück abgestürzt.

Unterdessen hat sich auch der Pfaffenhofer Unternehmer Claus Hipp bestürzt über den Tod der drei Insassen geäußert. Gegenüber der Bild-Zeitung erklärte er, dass er noch am Tag zuvor mit seinem Sohn in der späteren Unglücks-Maschine von Paderborn nach München geflogen war. Als er die abgestürzte Maschine am Wochenende in der Zeitung sah, habe er sie sofort wiedererkannt. „Es war ein Riesenschock für uns.“ 

dg

Rubriklistenbild: © Moritz/dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Höllische Gaudi in der Isenstadt
Wer sucht schon gerne, und noch dazu mit viel Humor, den Teufel: die Dorfener Faschings Deife. Der Verein hat einen neuen Elferrat gewählt.
Höllische Gaudi in der Isenstadt
Vierjähriges Mädchen erleidet Gehirnerschütterung
Eine Gehirnerschütterung hat ein vierjähriges Mädchen heute gegen 7 Uhr bei einem Unfall bei Tittenkofen erlitten.
Vierjähriges Mädchen erleidet Gehirnerschütterung
Offen auf einem Kanaldeckel: Arbeiter finden scharfe Handgranate
Offen auf einem Kanaldeckel ist bei Eitting eine scharfe Handgranate herumgelegen. Ein Sprengkommando musste eingreifen.
Offen auf einem Kanaldeckel: Arbeiter finden scharfe Handgranate
Wasserrutsche nicht benutzbar
Neue Panne im städtischen Freibad: Die große Wasserrutsche ist wegen eines Schadens derzeit nicht zu benutzen. 
Wasserrutsche nicht benutzbar

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.