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In einem ganz anderen Licht erscheint das Rathaus. Am Dienstagabend wurde die neue Fassadenbeleuchtung das erste Mal offiziell angeschaltet. Weitere Gebäude in der Innenstadt sollen folgen.

Fassadenbeleuchtung in Betrieb

Wenn alte Mauern plötzlich strahlen

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Den Erdingern geht ein neues Licht auf: Die Fassadenbeleuchtung am Rathaus ist in Betrieb. Weitere Gebäude in der Innenstadt sollen folgen. Es geht um mehr als nur um das Anstrahlen historischer Fassaden. Und: In Erding leuchten nun auch die Bäume.

Erding - Mit Einbruch der Dunkelheit begannen die ersten Stadträte am Dienstagabend, ein wenig nervös auf ihren Stühlen herumzurutschen. Nach dem nicht-öffentlichen Teil sollte ihnen ein Licht aufgehen – im wahrsten Sinne des Wortes.

Denn der österreichische Lichtdesigner Dieter Bartenbach, OB Max Gotz (CSU) und Stadtbaumeister Sebastian Henrich schalteten die neue Fassadenbeleuchtung am Rathaus das erste Mal offiziell ein. Von nun an wird die historische Fassade von mehr als 20 Strahlern unter dem Dach illuminiert. Es wirkt, als würde der Grafenstock von innen leuchten. Das Faszinierende: Die Struktur der Fassade erhält einen ganz anderen Akzent, ebenso entfalten Fensterläden und Mauervorsprünge eine ganz neue Bedeutung. Im ersten Durchgang werden zudem das Lokal Kennedy an der Ecke Rätschenbach sowie mehrere Bäume vor dem Rathaus angestrahlt.

So wie das Osterlicht die Kirche erhellt, möchte Henrich auch mit der Illuminierung der Stadt rasch vorankommen. Im Stadtrat holte er sich den einstimmigen Beschluss ab, diese Fassaden in Angriff zu nehmen: das Sparkassengebäude, das Eckgebäude Schrannenplatz/Kleiner Platz, den Heiliggeisthof, den Schönen Turm und die Grundschule am Grünen Markt. In der Sitzung wurde bekannt, dass auch beim Schwankl-Anwesen am Schrannenplatz Interesse bestehe. Christian Numberger (CSU) ließ das städtische Anwesen Am Rätschenbach 12 auf die Liste setzen.

Zum Procedere erklärte Henrich, man freue sich über jeden Hausbesitzer in der Innenstadt, der sich überzeugen lässt. Diese müssten lediglich die Kosten für die Strahler übernehmen. Alles andere, vor allem den Betrieb, bezahle die Stadt.

Bartenbach betonte, die neue Beleuchtung verbessere die nächtliche Sicht auf Gehwegen. Angestrahlte Bäume erhöhten das Sicherheitsgefühl von Passanten.

In der Sitzung gab es aber auch kritische Stimmen. Herbert Maier wollte eine Kostenexplosion von 300 auf 800 Euro bei den LED-Strahlern erkannt haben. Dem widersprach Bartenbach. „Wir sind weiter im Rahmen.“ Henrich erklärte, bei der Montage müsse man tiefer als kalkuliert in die Tasche greifen, „weil wir eine dauerhafte und fassadenschonende Lösung wollen“.

Johanna Heindl (FW) fragte, ob es sein müsse, dass die Bäume angestrahlt würden. Das sei widernatürlich. Bartenbach verwies darauf, dass die Baum-Illumination ein schönes Bild ergebe, der Stamm nicht beschädigt und das Sicherheitsgefühl verbessert werde. Darauf verwies auch Helga Stieglmeier (Grüne), die es guthieß, „dass nach oben keine Lichtverschmutzung stattfindet“.

Hans Fehlberger (FW) wollte wissen, was mit dem zweiten Bereich geschehe, in dem Fassadenbeleuchtung geplant sei – der Ortsdurchfahrt Altenerding. Den werde man im zweiten Durchgang angehen, so Gotz.

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