Fürmetz-Kapelle Dorfen Sieger in der Kategorie Denkmäler
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Fürmetz-Kapelle Dorfen Sieger in der Kategorie Denkmäler
Gemeindezentrum FraunbergSieger in der Kategorie öffentliche Neubauten
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Gemeindezentrum FraunbergSieger in der Kategorie öffentliche Neubauten
Grund- und Mittelschule Dorfen Sieger in der Kategorie Umbau/Gebäudeerhalt
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Grund- und Mittelschule Dorfen Sieger in der Kategorie Umbau/Gebäudeerhalt
Einfamilienhaus Familie Dorfenin Taufkirchen: Sieger Kategorie private Wohnbauten
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Einfamilienhaus Familie Dorfenin Taufkirchen: Sieger Kategorie private Wohnbauten
Verwaltungsgebäude Firma Alpha, ErdingSieger Kategorie Gewerbebauten 
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Verwaltungsgebäude Firma Alpha, ErdingSieger Kategorie Gewerbebauten 
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Die fünf neuen Fassadenpreisträger freuen sich mit ihren Architekten über ihre Urkunde: (v. l.) Bauherrin Wilhelmina Schubert, die Architekten Petra Sprenger und Alexander Groh, Bürgermeister Heinz Grundner, Bauamtsvertreter Helmut Miller, die Bauherren Rudolf und Manuela Braun, Geschäftsführerin des Kreisvereins für Heimatschutz und Denkmalpflege Sandra Angermeier, Elisabeth Pfeiffer von Alpha, Vorsitzender Martin Bayertorfer, Dieter Deinert von Alpha, Architekt Werner Rotter, Bürgermeister Hans Wiesmaier und Architekt Jakob Oberpriller. 

Fassadenpreis 2016 des Landkreises 

Liebvolle Sanierung und kreative Neubauten

Seit 31 Jahren vergibt der Kreisverein für Heimatschutz und Denkmalpflege Fassadenpreise in fünf Kategorien. Am Freitagabend wurden die Tontafeln und Urkunden an die Preisträger und deren Architekten verliehen.

Erding – Die Fassadenpreise des Kreisvereins für Heimatschutz und Denkmalpflege sind vergeben. Wieder war es, wie Vorsitzender Landrat Martin Bayerstorfer bei der feierlichen Übergabe am vergangenen Freitag im Festsaal des Fischer Seniorenzentrums betonte, eine schwierige Auswahl. Die Zahl der Vorschläge habe auf dem Vorjahresniveau von über 30 gelegen.

Die Jury entschied sich für die liebevolle Sanierung der Kapelle am Fürmetzhölzl bei Dorfen durch die Familie Braun in der Kategorie „Denkmal“, den Verwaltungsbau von Alpha Tonträger-Vertrieb in Erding in der Kategorie „Gewerblicher Neubau“, die Grund- und Mittelschule in Dorfen in der Kategorie „Sanierung“, das Gemeindezentrum Fraunberg in der Kategorie „öffentlicher Neubau“, sowie das Privathaus der Familie Schubert in Taufkirchen in der Gruppe „Privater Neubau“.

Helmut Miller vom Bauamt Erding stellte die Projekte vor. Er erinnerte daran, dass schon die Halle von Alpha seinerzeit preisgekrönt gewesen sei, und der Neubau des Verwaltungsgebäudes damit eine perfekte Einheit bilde. Überdies biete der Neubau eine Möglichkeit, ein viertes Stockwerk aufzubauen.

Bei dem privaten Wohnhaus der Familie Schubert hob er nicht nur die Barrierefreiheit hervor, sondern auch den Stil als Atriumhaus, den man eigentlich aus südlichen Gefilden kenne, beim aktuellen Klimawandel aber auch hierzulande verstärkt zum Thema werden könne, weil es einen kühlen Innenbereich schaffe.

„Moderne trifft Tradition“ überschrieb er seine Vorstellung des Gemeindezentrums in Fraunberg. „Die große Herausforderung war die Einbettung in das historische Umfeld aus Schloss und Kirche.“ Diese sei gelungen. Er ging auf die öffentlichen Funktionen und die Schaffung eines neuen Ortskerns ein.

Großes Lob ging an die Familie Braun aus Dorfen, die die ausgebrannte Kapelle am Fürmetz-Hölzl dank vieler Spenden wieder so saniert hat, dass diese aussieht wie vor dem Brand. Sogar der bei dem Feuer 2012 zerstörte Altar konnte wieder hergerichtet werden, weil Adi Sallerstorfner und Alex Bachmaier Fotos hatten.

Der Grund- und Mittelschule in Dorfen bescheinigte Miller nach dem gelungenen Umbau und der Erweiterung einen „Campus-Charakter“, bei dem in einer „engagierten Planung“ die exponierte Lage optisch sehr gut zurück genommen worden sei. „Wie kann ich eine Schule verschwinden lassen?“, fragte er. Ganz gelungen sei es nicht, aber die Dominanz sei nicht mehr so gegeben, stellte er heraus.

Die Preisträger waren zum Teil mit starken Mannschaften gekommen. So war der Fraunberger Gemeinderat etwa beschlussfähig vertreten, um den Preis entgegen nehmen zu können.

Bayerstorfer meinte in seiner Einleitung zu den Preisentscheidungen: „Das heißt jetzt nicht, dass man das genau so nachmachen muss!“ Es gehe vielmehr darum, die Baukultur im Kreis zu pflegen. Stolz zeigte sich der Vorsitzende darauf, dass jetzt schon im 31. Jahr in Folge der Fassadenpreis vergeben werden konnte und deutete an, dass der Landkreis Erding hier eine Alleinstellung habe. Die preisgekrönten Bauvorhaben sind auf gut gemachten Tafeln vorgestellt, die Teil einer Wanderausstellung werden, die ab Herbst bereit stehen werde. Ein Extra-Lob des Landrates ging an Kreiskulturreferent Hartwig Sattelmair, der bei der Besichtigung der vorgeschlagenen Bauvorhaben kein einziges ausgelassen habe. Die Feierstunde wurde umrahmt von der Klarinettenmusi aus Inning am Holz.

von Klaus Kuhn

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