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Bauherren, Architekten und Gratulanten bei der Fassadenpreisverleihung 2018 (v.l.): Sandra Angermaier vom Kreisverein für Heimatschutz und Denkmalpflege, die K-Plan-Architekten Christian Lanzinger und Wolfgang Wild, Kreisheimatpfleger Hartwig Sattelmaier, Preisträgerin Rita Huber, Denkmalschutzverantwortlicher Helmut Miller, Preisträger Dr. Johann Huber, Dorfens Bürgermeister Heinz Grundner, die Preisträger Barbara und Martin Heilmaier, Landrat Martin Bayerstorfer, Architekt Udo Rieger und Erdings Oberbürgermeister Max Gotz.
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Liebevoll saniert: das Haus der Hubers in Dorfen.
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Baudenkmal: das Haus Am Rätschenbach 12 in Erding.
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Flexibel: das private Mehrgenerationenhaus des Architektenpaars Heilmaier in Pretzen.
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Fügt sich gut ein: Die FOS/BOS Erding passt in die niedrige Wohnbebauung des Umfelds. 

Landkreis Herausragende Bauprojekte ausgezeichnet

Fassadenpreis 2018: Diese vier Gebäude bekommen die Glasplakette

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Zum 33. Mal wurde der Fassadenpreis verliehen. Ausgezeichnet wurden heuer zwei Privathäuser, eine Schule und ein Baudenkmal.

Erding– „Bereits zum 33. Mal vergeben wir heute den Fassadenpreis“, sagte Landrat Martin Bayerstorfer am Dienstagabend im gut gefüllten Festsaal des Fischer’s Seniorenzentrums Erding. Gekommen waren neben Preisträgern und Architekten auch eine ganze Reihe Bürgermeister der Landkreisgemeinden.

Die Verleihung an die Preisträger in vier Kategorien war der Höhepunkt der Jahresversammlung des Kreisvereins für Heimatschutz und Denkmalpflege, der die Fassadenpreise jährlich auslobt. Es sei damals von Altlandrat und Staatsminister Hans Zehetmair eine „Idee mit Weitblick“ gewesen, den Preis ins Leben zu rufen, so Bayerstorfer.

Die Auszeichnung solle den Blick künftiger Bauherren, Architekten und Sanierer denkmalgeschützter Häuser schärfen. Es gehe besonders bei Neubauten darum, sie „sensibel der gewachsenen Architektur des ländlichen Raums anzupassen“.

In der Kategorie Umbauten/Sanierungen ging der Preis an Dr. Johann Huber und seine Frau Rita. Sie haben ihr Gründerzeithaus am Bahnweg in Dorfen zwischen 2000 und 2018 vorwiegend in Eigenleistung von den Spuren vergangener Umbauten befreit und die historische Putzfassade mit zahlreichen Details instandgesetzt. Dabei wurden auch Zierbögen über den Fenstern im ersten Stock wiederhergestellt, die im Lauf der Jahre durch stilisierte Dächer ersetzt worden waren. Gemeinsam mit dem Ehepaar Huber nahm Bürgermeister Heinz Grundner den Preis entgegen.

Erding: Das Haus der Begegnung am Rätschenbach hat bei den Baudenkmälern überzeugt

In der Kategorie Denkmäler wird nun das Haus der Begegnung Am Rätschenbach 12 in Erding die gläserne Plakette des Fassadenpreises 2018 tragen. Im Auftrag der Stadt als Bauherr übernahm Architekt Udo Rieger den Umbau des Baudenkmals. Die Sanierung zwischen 2015 und 2018 ist eine wahre Meisterleistung. Die Bauleute hatten mit schwachen Fundamenten, durchgerosteten Stahlträgern der Betondecke und einer irreparablen Treppe zu kämpfen. Immerhin boten eine Barockholzbalkendecke und der Dachstuhl eine gute Grundlage für eine Instandsetzung. Den Blickfang bildet nach wie vor der Tiroler Erker.

Bei den öffentlichen Neubauten ging die Auszeichnung an den Landkreis als Bauherr und die Planer der K-Plan AG Abensberg für den Neubau der Fach- und Berufsoberschule Erding. Helmut Miller, im Landratsamt zuständig für Denkmalschutz und Fassadenpreis, erklärte: „Der Neubau sollte mit der Berufsschule verzahnt werden. Dabei sollte auch ein Campus entstehen.“ Als Herzstück dient das Atrium, es fungiert als zentraler Verteiler, Kommunikationszone, Klimapuffer und Tageslichtsammler gleichermaßen. Der 2011 fertiggestellte Bau würde heute als nachhaltiges Passivhaus mit einem niedrigen Gesamt-Primärenergiebedarf von 70 Prozent unter dem Referenzwert der Energieeinsparverordnung schon jetzt als Vorbild für künftige Schulgebäude dienen. Den Preis nahmen die Architekten Christian Lanzinger und Wolfgang Wild entgegen.

Erding: Erdinger Architektenpaar nimmt Urkunde für Privatquartier als flexibles Siedlungshaus mit nach Hause

In der Kategorie privater Neubau konnten Barbara und Markus Heilmaier Urkunde und Tafel mit nach Hause nehmen. Das Erdinger Architektenpaar hat sein Privatquartier als flexibles Siedlungshaus gestaltet. Das Gebäude fügt sich optisch gut in den 70er-Jahre-Stil seines Umfelds in Pretzen ein und kann von mehreren Generationen ohne Umbaumaßnahmen genutzt werden. Zu den gestalterischen Besonderheiten gehört ein geschützter Innenhof mit Pergola, der von Hauptgebäude, Garage und Nebenräumen gebildet wird. Die Fassade ist mit großen, dunklen Platten verkleidet, die im Fensterbereich von hellen Holzlamellen als Lüftungsflügel unterbrochen werden.

Die Auszeichnungen wurden jeweils von Landrat Bayerstorfer und Helmut Miller übergeben. Einer der ersten Gratulanten an die Gewinner war Kreisheimatpfleger Hartwig Sattelmair, der kurz vorher selbst von Bayerstorfer anlässlich seines 80. Geburtstags gewürdigt wurde. 

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