Fassadenpreis: Nicht nur Masse, auch viel Klasse

Landkreis - Besonders qualifizierte Vorschläge machten der Jury beim Fassadenpreis 2012 die Entscheidung nicht leicht. 47 Objekte waren zu begutachten.

Ob denkmalgeschützte Bauten, neu errichtete öffentliche Gebäude, Gewerbeobjekte, Privathäuser, oder Sanierungen im Bestand: Immer gibt es Bauvorhaben, die besonders gut gelungen sind. Diese kommen dann auf die Vorschlagsliste für den Fassadenpreis, und dieser wurde am Dienstag in einer Feierstunde im Festsaal des Fischer Seniorenzentrum verliehen.

Dass das in allen fünf genannten Kategorien der Fall sein konnte, sei keine Selbstverständlichkeit, wie Landrat Martin Bayerstorfer in seiner Begrüßung sagte. Das sei vielmehr darauf zurück zu führen, dass besonders qualifizierte Vorschläge gemacht worden seien. 47 Objekte seien es gewesen, so der Landrat weiter. Diese Vielzahl habe auch dazu geführt, dass die Jury sich die Arbeit habe teilen müssen.

Anne Kirchhoff hat dabei die Baudenkmäler und die Umbauten begutachtet, Helmut Miller die Gewerbeprojekte, die öffentlichen und die privaten Neubauten. Beide Architekten sind in der technischen Bauaufsicht des Landratsamtes beschäftigt. An der Entscheidung mitgewirkt haben Max Gotz, Max Grundner, Eva Pfennig, Franz Hofstetter, Manfred Ranft, Hartwig Sattelmair, Hans Schacherl, Edith Birzer und Klaus Klein. Und die waren der Meinung, dass die gelungenste Sanierung eines Baudenkmals im Jahr 2011 das Jakobmayer in Dorfen war. Bürgermeister Grundner darf die repräsentative Tafel jetzt an dem Gebäude anbringen lassen. Die Jury war der Meinung, dass hier „mit viel Fingerspitzengefühl und Detailliebe“ gearbeitet worden sei.

Albert Wittmann von den Werkstätten für behinderte Menschen in Erding hat mit seinen Architekten die beste Sanierung hin bekommen. Dass das Gebäude einen kompletten Dachschirm bekommen hat, überzeugte die Jury genau wie die großzügigen Fensterflächen. Annette Falz-Trefz leitet mit der Kinderkrippe „Spatzennest“ der evangelischen Kirche in Taufkirchen einen gelungenen Neubau. Die Wertungsrichter lobten hier vor allem die perfekte Einbindung in das bestehende Wohngebiet.

„Schöne Proportionen“ sind bei Gewerbeobjekten nicht die Regel, wohl aber beim Neubau von Matthias Adler im Gewerbegebiet „Thenn“ in Wartenberg, bestehend aus einem Bürogebäude und der davon abgesetzten Produktionshalle. Geraldine Frisch und Sebastian Kupppa haben sich in Isen selbst ein preisgekröntes Einfamilienhaus mit Büro gebaut. Die Glasfronten, der Materialmix, alles das fanden die Wertungsrichter spannend und im Ergebnis preiswürdig. klk

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