Fast 400 gemeldete Fälle seit Jahresbeginn

Neuer Grippe-Rekord in Erding

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Das Grippe-Virus wütet in diesem Jahr im Landkreis Erding so schlimm wie schon lange nicht mehr.

Erding - Im Vergleich zu 2016 hat sich die Zahl der dem staatlichen Gesundheitsamt gemeldeten Fälle mehr als vervierfacht. Es kommen nach wie vor täglich neue Erkrankungen hinzu. Allerdings rechnen Experten mit einem allmählichen Abflauen der Infektionswelle.

Die Zahlen, die Landratsamtssprecherin Claudia Fiebrandt-Kirmeyer vorlegt, sind alarmierend: Zwischen 1. Januar und 21. März 2016 waren es der amtlichen Statistik zufolge 74 gemeldete Fälle. Im gleichen Zeitraum 2017 registrierten die Ämter 145 Erkrankungen. Heuer ist es extrem: 393 Bürger litten seit Jahresbeginn unter dem Virus, das für chronisch kranke und geschwächte Menschen lebensbedrohlich sein kann.

Gesundheitsamtsleiter Dr. Dr. Heribert Stich meint: „Wir gehen davon aus, dass das Schlimmste überwunden ist. Der Zenit dürfte überschritten sein.“ Er rechnet damit, dass die Fallzahlen in den kommenden Tagen erheblich sinken werden.

Von einer Entspannung berichtet auch Daniela Fritzen, Sprecherin des Klinikums Erding. „Der Höhepunkt war vor etwa zwei/drei Wochen erreicht.“ Fritzen meldet, dass die Station der Inneren Medizin „immer noch gut belegt“ sei. „Aber die Fälle der echten Grippepatienten flauen deutlich ab.“

Für das Krankenhaus des Landkreises ist das eine gute Nachricht, hatte es doch wie fast alle anderen Häuser im Raum München zuletzt immer wieder kürzere Aufnahmestopps verhängen müssen.

Derweil rollt die nächste Krankheitswelle heran: Amtsarzt Stich beobachtet eine erhebliche Zunahme der Magen-Darm-Infekte.

Rubriklistenbild: © dpa / Karl-Josef Hildenbrand

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