Schulstart am Dienstag

Fast 100 Erstklässler weniger

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Landkreis – 1197 Mädchen und Buben starten im Landkreis am Dienstag ihre Schullaufbahn. An den Grundschulen sind in den Klassen durchschnittlich knapp 21 Kinder.

Ohne die Fluchtwelle des vergangenen Jahres wären die Grund- und Mittelschulen des Landkreises Erding heuer geschrumpft. 107 Flüchtlingskinder werden hier mit Beginn des neuen Schuljahrs unterrichtet. Damit steigt die Zahl der Kinder und Jugendlichen in den beiden Schularten leicht auf 7689. Bei den Erstklässlern sind es dagegen 97 weniger. Diese Zahlen teilte Schulamtsdirektorin Marion Bauer gestern der Presse mit.

Die durchschnittlichen Klassenstärken seien gering geblieben, sagte Bauer. Manche Klassen und Schulen seien aber so klein, dass das Schulamt Erding ein zusätzliches Budget zum Ausgleich von Strukturproblemen bekomme. „Das ist in Erding so“, erklärte die Schulamtsdirektorin zu ländlichen Gegenden im Landkreis. „Man möchte die wohnortnahen Schulen erhalten.“ Fünf Mittelschulklassen im Landkreis hätten 12 bis 14 Schüler – „eine gute solide Basis hat man ab 15“, sagte Bauer. Vier Grundschulklassen im Landkreis würden lediglich die Mindeststärke von 13 Kindern erreichen.

Dafür ist der Ganztagesunterricht auf dem Vormarsch. „Fast an jedem Schulstandort gibt es jetzt ein gebundenes oder offenes Ganztagesangebot oder eine Mittagsbetreuung“, berichtete Schulrat Robert Leiter. Zum Beispiel starten an den Grundschulen in Wartenberg und Finsing gebundene Ganztageszüge (also mit Pflichtunterricht über den ganzen Tag verteilt).

„Wir sind zufrieden mit der Lehrerversorgung“, erklärte Bauer. Zehn umgeschulte Kollegen aus Realschulen und Gymnasien würden aktuell an Mittelschulen im Landkreis eingesetzt.

Von 1566 Schülern mit Migrationshintergrund sind nach Angaben des Schulamts 855 für Deutschfördermaßnahmen angemeldet. Für den Islamunterricht in deutscher Sprache habe der Landkreis 14 Stunden mehr zugesprochen bekommen. Damit würden neue Angebote in Wartenberg und an der Grundschule in Dorfen gestartet.

Neue Schulleiterinnen

Schulamtsdirektorin Marion Bauer gab gestern mehrere Personalien bekannt. Die Rektorin der Grundschule am Ludwig-Simmet-Anger in Erding, Dr. Annett Taubert, wechselt in ihren Heimatort Forstern. Sie übernimmt dort die Leitung der Grundschule. Die bisherige Forsterner Konrektorin Astrid Villing arbeitet künftig als Lehrerin an der Mittelschule Erding. Kommissarische Leiterin am Ludwig-Simmet-Anger wird Marion Gröbe. Die frühere Leiterin der Grundschule am Lodererplatz kehrt nach neun Jahren Erziehungsurlaub in den Schuldienst zurück. Die Rektorenstelle ist ausgeschrieben.

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