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Der Kern des neuen FDP-Kreisvorstands (v.l.) Rosemarie Neumeier-Korn, Anne Connelly, Wolfgang Stang, Arndt Scheffler und Dirk Meisel.

Kreisverband wählt Vorstand neu – Arndt Scheffler folgt auf Christian Korn

FDP fordert Gymnasium in Wartenberg

  • Hans Moritz
    VonHans Moritz
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 Ein neuer Vorstand mit neuen Zielen: Arndt Scheffler heißt jetzt der Vorsitzende der Freien Demokraten im Landkreis. 

Der 53-jährige Anwalt aus Dorfen, der von der Kreishauptversammlung im Restaurant Radici als Nachfolger von Christian Korn (Wartenberg) gewählt wurde, will nun die FDP erfolgreich in den Bundestagswahlkampf führen.

Scheffler war bisher Stellvertreter von Korn, der in der Versammlung auf eine Amtszeit zurückblickte, „die wegen Corona länger als gedacht und dennoch sehr spannend“ gewesen sei. In dieser Zeit habe die Partei für den Landkreis ein neues Wahlprogramm erarbeitet und Online-Veranstaltungen angeboten, auch die Website wurde erneuert.

Korn freute zudem über sieben neue Mitglieder, vor allem junge Leute. „So ist unsere lokale FDP immerhin von bisher 44 auf nun 51 Mitglieder angewachsen“. Er selbst aber müsse wegen erhöhter beruflicher Anforderungen nun etwas kürzer treten.

Der neue Vorsitzende präsentierte gleich seine Forderungen: Er will sich für ein Gymnasium in Wartenberg stark machen, „damit die Schüler von dort nicht nach Moosburg fahren müssen“. Außerdem verspricht sich Scheffler viel von einer Kampagne für Wasserstoff als Zukunftsenergie. „Gerade mit der Brennstoffzellen-Technik lässt sich ein sinnvoller Antrieb für Züge und Lkw schaffen, wir sollten uns wie der Kreis Ebersberg mit München zu einer Aktions-Achse zusammenschließen“. Als weiteren Schwerpunkt betonte Scheffler, er könne sich einen Bahnhof am Weiler Schwarzhölzl entlang der Bahnlinie München-Mühldorf vorstellen, „denn diese neue ASB 38 ist sicher wichtig, sollte aber mit Augenmaß gebaut werden“.

Während der eine nach vorne blickte, gab Peter Utz, FDP-Urgestein und Ehrenvorsitzender, nach 60 Jahren Mitgliedschaft eine kurze Rückschau: „Ich habe in dieser Zeit nicht nur die jeweilige Prominenz unserer Partei kennenlernen dürfen, sondern habe auch viel gelernt“. Er habe viel Einblick bekommen und „nichts bereut“. Der scheidende Vorsitzende Korn überreichte dem langjährigen Mitglied quasi als letzte Amtshandlung eine Urkunde.

Nach den Vorstandswahlen (siehe Kasten) sprach Marc Salih. Der FDP-Bundestagskandidat für Erding und Ebersberg gab seinen Parteifreunden einige Wahlkampf-Tipps. „Das Gespräch mit Bürgern ist wichtiger als Hochglanz-Prospekte und teure Geschenke. Bei unseren begrenzten Ressourcen sollten wir schauen, dass mindestens ein Plakat unserer Partei in jedem Ort im Landkreis hängt. Und Infostände sind wichtig. Sie kosten nicht viel, können aber doch viel bringen.“ Als wichtige Themen sieht der 46-jährige Bundespolizist aus Poing vor allem den Lärmschutz entlang der A 94, eine vierspurige Flughafen-Tangente und bezahlbaren Wohnraum. Angesprochen auf die Übermacht anderer Parteien im Landkreis meinte Salih schmunzelnd: „Es gibt hier keine abgelegenen Ecken, wir sollten überall hingehen. Und dort, wo es tiefschwarz ist, macht Wahlkampf doch am meisten Spaß“. FRIEDBERT HOLZ

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