Bluttat in Unterföhring: Polizistin wird wohl nicht mehr aufwachen

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So schaut die Fehlbach-Brücke aus, wenn sie neu ist: Auf der Ansicht von Süden ist das Metallgeländer zu sehen. Noch hat das marode Bauwerk eine Betonbrüstung.

Abriss und Neubau in Erding 

Fehlbach-Brücke: Ab Montag geht nichts mehr

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Erding - Es wird eine Großbaustelle mit vielen Unwägbarkeiten: Ab Montag, 12. Juni, ist die marode Freisinger Brücke über den Fehlbach komplett gesperrt. Bis ins Frühjahr 2018 hinein werden Abriss und Neubau dauern.

Ein diffiziles Unterfangen werden der Abriss und Neubau der Fehlbach-Brücke an der Freisinger Straße. Die Arbeiten werden sich bis ins nächste Jahr hinziehen – und vor allem für den Verkehrsfluss in der Stadt eine Herausforderung.

Untersuchungen hatten 2016 ergeben, dass das Bauwerk, das 1921 errichtet wurde, marode ist. Seit Anfang Dezember schon ist es für Busse und Lastwagen über 7,5 Tonnen gesperrt. Jetzt wird die Betonbrücke durch eine neue Konstruktion ersetzt. Kostenpunkt: knapp 1,7 Millionen Euro.

„Da die Arbeiten sehr komplex sind, lässt sich der zeitliche Ablauf nur grob skizzieren“, sagt Stadtsprecher Christian Wanninger. So verlaufen an der Unterseite der Brücke die Versorgungsleitungen vieler Sparten (also Strom, Wasser, Telekommunikation, Fernwärme). Sie sollen in den ersten vier Wochen demontiert und Umleitungen geschaffen werden, um die Versorgung in den angrenzenden Wohngebieten zu gewährleisten.

Dann werden die Fundamente der Brücke in Angriff genommen. Der Zeitplan sieht vor, die Fertigteile der neuen Brücke Anfang Oktober in die Fundamente zu setzen. „Dennoch rechnen das städtische Tiefbauamt und die Planer erst im kommenden Jahr mit der Fertigstellung“, so Wanninger, weil Projekte dieser Größenordnung erfahrungsgemäß immer Unwägbarkeiten beinhalteten.

Mit der Sperre, die auch die Abzweigung zur Krankenhausstraße einschließt, entfällt für den Autoverkehr eine zentrale Zu- und Abfahrt der Innenstadt. Im ganzen Stadtgebiet weisen Schilder darauf hin. Die neue Ampel an der Kreuzung Münchener/Krankenhausstraße soll helfen, den Verkehrsfluss einigermaßen zu regeln. Besonders zu den Hauptverkehrszeiten bilden sich aber bereits jetzt lange Schlangen.

Diese fürchtet auch Andreas Scharf, Geschäftsführer des gleichnamigen Busunternehmens aus Tittenkofen, das seit 1991 die Erdinger Stadtbus-Linien bedient. „Wir fahren schon seit Anfang Dezember andere Routen und Umleitungen“, sagt Scharf. Er befürchtet größere Staus, wenn ab Montag auch die Autos umgeleitet werden. Er wisse, dass die Ampel an der Münchener Straße die Anwohner nerve, „aber für den Stadtbus ist sie wichtig“, so Scharf. Genauso wie die neue Ampel an der Einmündung Am Gries/Anton-Bruckner-Straße.

Der Busunternehmer bittet die Bürger und Fahrgäste um Verständnis, wenn es zu Verspätungen komme. „Die Busfahrer können nichts dafür. Sie machen nur ihren Job.“

Auch die Anwohner, darunter einige Geschäfte, müssen sich auf Beeinträchtigungen einstellen. Die Einrichtung der Baustelle mit all den Gerätschaften wird wegen der räumlichen Enge auf der Krankenhausstraße geschehen.

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