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Keine Durchfahrt herrscht seit Monaten auf der Fehlbach-Brücke an der Freisinger Straße. Ein Statiker-Streit hatte die Arbeiten dort verzögert.

Fehlbach-Brücke an der Freisinger Straße

„Jetzt läuft es dann“

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Die Arbeiten an der Freisinger Brücke laufen. Ab nächster Woche sollen die Bohrungen für die Pfähle erfolgen.

Erding– Die Arbeiten an der Freisinger Brücke gehen voran. Auch, wenn man davon nicht unbedingt was mitbekommt. So lautete die Botschaft von Harald Woellertin der Sitzung des Planungs- und Bauausschusses (PBA). Auf Nachfrage von Günther Adelsberger (CSU), der die Brückensanierung ein „heißes Thema in der Öffentlichkeit“ nannte, berichtete der Leiter des städtischen Tiefbauamts vom aktuellen Baufortschritt.

Auf die Bitte von OB Max Gotz (CSU) sprach Woellert auch über die Schwierigkeiten bei der Fehlbach-Brücke. Er ging zurück bis zur Tragwerksplanung, die man mit ausgeschrieben habe, um die Ingenieurskosten zu senken und so eine EU-weite Ausschreibung zu vermeiden. „In der Baumaßnahme Ortsverbindungsstraße Pretzen–Aufhausen hat das super geklappt“, sagte Woellert.

Doch die Firma jetzt habe ein externes Statikbüro beauftragt, mit dem es einige, so Woellert, „Abstimmungsschwierigkeiten“ gegeben habe. Der Statiker habe „Wege gewählt, die nicht nachvollziehbar waren“. Letztlich musste gar die Landesgewerbeanstalt eingeschaltet werden .

In der Zwischenzeit seien die Anker in den Fundamenten gesetzt worden. Vor einer Woche hätten Zugversuche stattgefunden, um diese Verankerungen zu prüfen. „Die Zugversuche waren in Ordnung“, erklärte Woellert. Die Fundamente könnten nun gesichert werden. Ab nächster Woche sollen die Bohrungen für die Pfähle erfolgen. „Jetzt läuft es dann“, fasste Woellert zusammen.

Stadtbaumeister Sebastian Henrich erklärte, dass anschließend die Träger an der Reihe seien. „Da sind wir gespannt, ob wir das zeitlich so schaffen, wie es geplant war.“ Denn Verzögerungen bedeuteten im schlimmsten Fall, dass die Arbeiten über den Winter ruhen müssen. „Das wird die nächste spannende Hürde“, sagte Henrich.

Alois Flötzinger (CSU) interessierte sich dafür, ob die Terminüberschreitungen eventuell finanzielle Folgen für die Baufirmen hätten. Wie berichtet, ist die Fertigstellung für Frühjahr 2018 geplant. „Wir haben aber den Ehrgeiz, früher fertig zu werden“, so Henrich. Jedoch sei dieser Brückenbau eben eine „Serie von spannenden zeitlichen Abfolgen. Und jede für sich kann ein Hinderungsgrund sein, dass es nicht weiter geht wie geplant“. Ansonsten sei ein Einvernehmen auf der Baustelle das oberste Ziel. „Das hießt aber nicht, dass wir alles schlucken“, deutete Henrich an.

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