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Die Fehlbach-Brücke an der Freisinger Straße ist einer der Eingangsbereiche in die Erdinger Altstadt. Die neue Brücke, hier eine Simulation, soll ein Metallgeländer mit LED-Beleuchtung im Handlauf bekommen – und ein Kunstwerk, das in dieser Darstellung auf der linken Gehweg-Seite mit einer Statue des Heiligen Nepomuk angedeutet ist. Dazu gibt es einen Ideenwettbewerb. 

Fehlbach-Brücke 

Eine Großbaustelle und eine neue Ampel

Erding – Sie ist heuer eine der Großbaustellen in Erding und wird für Verkehrsbehinderungen sorgen: die Fehlbachbrücke an der Freisinger Straße. Im April soll’s mit dem Neubau losgehen, wenn alles nach Plan läuft. Bis in den Winter hinein ist die Durchfahrt dort dicht. Kosten: mindestens 1,67 Millionen Euro.

Große Baustelle, wenig Ausweichmöglichkeiten: So stellt sich die Situation an der Freisinger Brücke über den Fehlbach dar. Sie muss dringend erneuert werden, die Standfestigkeit ist gefährdet. Das hat eine betontechnologische Überprüfung im November ergeben. Seither ist die Überfahrt nur noch für Autos bis maximal 7,5 Tonnen erlaubt.

Ab April ist die Durchfahrt komplett gesperrt. Dann will die Stadt mit den Bauarbeiten beginnen, wenn die wasserrechtliche Genehmigung bis dahin vorliegt. Dies erklärte Karlheinz Martinetz vom Tiefbauamt den Stadträten am Dienstag im Planungs- und Bauausschuss. Schließlich ist der Fehlbach der Hochwasserabfluss der Stadt.

Martinetz rechnet mit mindestens zehn Monaten Bauzeit. Im November gehe es mit einer provisorischen Straßenanbindung in die Winterpause, im Frühjahr 2018 soll die Brücke fertig sein. Die Baustelleneinrichtung ist auf der Freisinger und Krankenhausstraße vorgesehen. Ein Durchlass zwischen beiden Straßen ist nur für Fußgänger und Radfahrer möglich. Von der Gießereistraße kommend können Autos nur nach rechts auf die Krankenhausstraße abbiegen. Die Freisinger Straße endet stadteinwärts an der Baustelle.

Hubert Sandtner (CSU) fragte nach, ob es möglich sei, wenigstens eine Spur für Autos auf der Freisinger Straße frei zu lassen. Dies musste Stadtbaumeister Sebastian Henrich verneinen: „Wir kennen die Nöte, aber es wird eine sehr dynamische Baustelle mit schwerem Gerät, die viel Platz braucht.“ Es werde allerdings überlegt, ob im Notfall Rettungsdienst oder Feuerwehr durch könnten.

Auch die von Johanna Heindl (Freie Wähler) erneut geforderte Ersatzbrücke für Fußgänger wird es nicht geben. „Sie ist wünschenswert, aber nicht machbar“, wiederholte OB Max Gotz (CSU) seine Argumentation aus der vorangegangenen Sitzung. Aus Platzmangel und wegen schwieriger Grundstücksverhältnisse sei eine Querung erst auf Höhe der Stadtwerke möglich – bis dorthin sind es laut Henrich 185 Meter, nur zehn Meter weniger als zum Steg am Landratsamt.

Die neue Fehlbach-Brücke wird 11,70 Meter breit (Straße: sechs Meter) und knapp 20 Meter lang sein. Sie hat ein 1,20 Meter hohes Geländer statt der heutigen Mauer. Im Handlauf ist eine LED-Beleuchtung geplant. Vorteile für die Fußgänger sieht Gotz durch die breiteren Gehwege (neu: 1,75 bis 2,75 Meter; jetzt: 1,50 Meter).

Bevor die neue Brücke errichtet wird, müssen die alten Widerlager ertüchtigt werden. Das sind die ersten Arbeiten, die anfallen. Und sie werde man von der Straße aus kaum sehen, kündigte Henrich an.

OB Gotz hofft auf eine „einvernehmliche Baustellen-Abwicklung“ mit den Nachbarn, was die Zufahrbarkeit ihrer Grundstücke betrifft. Außerdem will er die Brücke mit einem Kunstwerk schmücken. „Schon jetzt sind zwei Podeste dafür ausgespart, aber es ist nie was passiert“, sagte er. Die Stadträte waren sich einig, einen künstlerischen Ideenwettbewerb auszuschreiben. Auch dem Brückenbau stimmten alle zu.

Nur einige hundert Meter weiter wird die Stadt an der Einmündung der Straße Am Gries in die Anton-Bruckner-Straße dauerhaft eine Ampel installieren. Sie soll vor allem die Situation der Linksabbieger entschärfen und während der Brücken-Baustelle den Fluss der Stadtbuslinien fördern. Ob dies gelingt, ist fraglich. Denn die von Jutta Harrer (SPD) angeregte Bedarfsampel, die die Busfahrer auf Grün stellen können, sei schwierig. Auch, dass die Ampel Grüne-Welle-fähig sei, so Martinetz, helfe nicht groß weiter. Denn die anderen, alten Ampeln an der Anton-Bruckner-Straße seien es nicht. Sie zu erneuern, „ginge in die Hunderttausende“.

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