Vorbereitungen auf Hochtouren

Fehlbach-Brücke: Gut eine Million für Abbruch und Neubau

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Die Vorbereitungen für Abbruch und Neubau der Freisinger Brücke laufen auf Hochtouren. Bald geht’s los.

Erding– Die Zeit drängt bei der Freisinger Brücke über den Fehlbach. Ihre Standfestigkeit ist so schwach, dass sie dringend erneuert werden muss. Ein Gutachten hatte die Schäden 2016 ans Licht gebracht und dafür gesorgt, dass die Brücke seit Dezember nicht mehr von Fahrzeugen schwerer als 7,5 Tonnen befahren werden darf.

Um den Verkehrsfluss von Bussen und Lastwagen halbweg gewährleisten zu können, hat die Stadt an der Münchener/Ecke Krankenhausstraße eine Ampel aufstellen lassen. Anfangs bildeten sich dort vor allem wegen der Linksabbieger auf der Münchener Straße stadteinwärts lange Staus. Mittlerweile hat sich die Lage ein wenig verbessert – auch, weil die Autofahrer mit Schildern auf die Staugefahr hingewiesen und frühzeitig zu Umfahrungen aufgefordert werden.

Die Freisinger Brücke, 1921 errichtet, wird die Firma Wadle Bau aus Essenbach-Altheim abreißen und neu bauen. Das Unternehmen aus dem Nachbarlandkreis Landshut ist regelmäßig in Erding im Einsatz. Es hat mit 1,12 Millionen Euro das wirtschaftlich günstigste Angebot abgegeben. Die Arbeiten waren vom Stadtbauamt öffentlich ausgeschrieben worden, wie Karlheinz Martinetz erklärte. 14 Firmen hatten die Unterlagen angefordert, sieben gaben letztlich ein Angebot ab.

Mit den 1,12 Millionen Euro liegt die Stadt unter der Kostenberechnung von 1,6 Millionen Euro. Allerdings dämpfte Oberbürgermeister Max Gotz Einspar-Erwartungen: „Wir hoffen, dass die Hochwasserthematik die Maßnahme nicht verteuern wird und nicht andere Unwägbarkeiten auftreten“, sagte er. Schließlich ist der Fehlbach der Hochwasserabfluss der Stadt. Deshalb ist eine wasserrechtliche Genehmigung nötig, bevor die Arbeiten beginnen. Damit ist in den nächsten Wochen zu rechnen. Martinetz rechnet mit mindestens zehn Monaten Bauzeit. Im November soll es mit einer provisorischen Straßenanbindung in die Winterpause gehen, im Frühjahr soll alles fertig sein.

Beim Abriss der Brücke werden wohl auch die beiden Steinreliefs zu Bruch gehen. Gotz sagte, ein Zerfall sei wahrscheinlich, auch wenn man sie absäge. „Jetzt wird ein Silikon-Abdruck gemacht.“ Die Reliefs zeigen Glockengießermeister Anton Josef Bachmair und wahrscheinlich Anna Beierl, die dem Erdinger Bildhauer Max Westner 1923 Modell stand (wir berichteten).

Ampel am Gries: Intelligente Schaltung

Seit einer Woche ist eine zweite Ampel in Betrieb. Sie steht an der Kreuzung Anton-Bruckner-Straße/Am Gries. „Sie soll es Verkehrsteilnehmern und den Fahrzeugen des ÖPNV aus der Straße Am Gries kommend ermöglichen, ohne Gefahren und zügig nach links in die Anton-Bruckner-Straße einzubiegen“, schreibt Stadtsprecher Christian Wanninger in einer Pressemitteilung. Bisher war das während der Hauptverkehrszeiten kaum möglich. Die Ampel verfüge über eine so genannte intelligente Schaltung und steuere sich durch elektronische Schleifen und Kameras entsprechend dem Verkehrsaufkommen selbst. „Dazu ist es allerdings nötig, mit dem Fahrzeug tatsächlich bis zur Haltelinie zu fahren“, erklärt Wanninger.

Eine Fußgängerampel beinhaltet die neue Anlage übrigens nicht. Die Unterführung in unmittelbarer Nähe biete eine sichere Überquerung der Anton-Bruckner-Straße, so Wanninger.

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