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Von Köln über Erding nach Pyeongchang: Eishockey-Nationalspieler Felix Schütz wurde am Münchner Flughafen von seiner Frau Caro sowie seinen Töchtern Heide (l.) und Mila zu den Olympischen Spielen in Südkorea verabschiedet. 

Felix Schütz in Pyeongchang

„Olympia ist das Größte für einen Sportler“

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Am Freitag beginnen die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang. Mit dabei in Südkorea ist als einziger Athlet aus dem Landkreis der Erdinger Felix Schütz. Der 30-Jährige Eishockey-Nationalspieler fiebert dem Ereignis schon entgegen.

Erding – Felix Schütz schlendert durch das Terminal 2 am Flughafen im Erdinger Moos. Gerade ist er aus Köln angekommen, wo er am Abend zuvor das DEL-Spiel mit den Haien in Düsseldorf 2:3 nach Verlängerung verloren hat. Gleich ist hier im Steakhaus Treffpunkt mit seinen Teamkameraden der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft, die aus ganz Deutschland eingeflogen sind.Mit dabei hat der 30-Jährige seine Frau Caro sowie seine Töchter Heidi und Mila. Sie haben die Gelegenheit genutzt, um sich zu verabschieden. „Sie sind schnell rübergekommen, so kann ich sie wenigstens eine Stunde sehen“, meint der Nationalspieler und scherzt mit seinen Töchtern. Vom Flughafen aus geht es nach Füssen, wo Bundestrainer Marco Sturm die Truppe vorbereitet, die am 7. Februar nach Südkorea fliegt.

„Ich weiß noch, als ich als Kind bei den Olympischen Spielen vor dem Fernseher gesessen bin und immer davon geträumt habe, da mal dabei zu sein“, erzählt Schütz. „Und jetzt ist es tatsächlich soweit.“ Eigentlich hätte es 2014 schon klappen sollen, da aber ist das DEB-Team in der Qualifikation an Österreich gescheitert. „Das war eine Katastrophe“, erinnert er sich. Aber nun hat es geklappt, und der Erdinger weiß: „Olympia ist das Größte für einen Sportler.“

Während fast alle Ligen pausieren, spielt die beste Liga der Welt, die nordamerikanische NHL, weiter. „Das ist für uns von Vorteil“, sagt Schütz. „Und vielleicht können wir ja für eine Überraschung sorgen.“ Gespielt wird in der Vorrunde am 15. (Finnland), 16. (Schweden) und 18. Februar (Norwegen), am 20. Februar folgen die Achtelfinal-Spiele.

Der Erdinger zählt mit seinen 132 Länderspielen mittlerweile zu den Routiniers. Von den Akteuren im deutschen Kader hat nur Yannic Seidenberg öfter das DEB-Trikot getragen (147 Mal). „Ja, ich habe sehr viel gespielt in den letzten Jahren“, sagt der 30-Jährige schmunzelnd. Auf den Deutschland Cup hatte er heuer verzichtet: „Das war von der Kraft her lebensnotwendig für mich, denn die Saison ist lang.“ Sein Vertrag bei den Kölner Haien läuft Ende der Saison aus, was danach kommt, weiß er noch nicht. „Das bespreche ich im Sommer mit der Caro“, sagt er, während er sich liebvoll von seiner Familie verabschiedet und bei Töchterchen Heidi dicke Tränen kullern.

Kommen nach den Winterspielen in Pyeongchang noch weitere Olympia-Einsätze? „Keine Ahnung, das ist jetzt kein Thema“, meint Schütz. „2022 bin ich 34, das könnte sich ausgehen, aber 2026, mit 38, das wird eng“, sagt er lachend und geht zu seinen Kameraden. Olympia 2018 hat für Schütz jetzt begonnen.

von Wolfgang Krzizok

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