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Musik ist wichtig in der neuapostolischen Kirche: Der Chor unter der Leitung von Gabi Wieder ist 35 Mitglieder stark.

Festakt mit ökumenischen Ideen

Festakt: 60 Jahre neuapostolische Kirche

Erding – Mit einem Tag der offenen Tür, verbunden mit einem Gemeindefest und einem kurzen Festakt, hat die neuapostolische Kirche in Erding ihr 60. Gründungsfest gefeiert.

Gemeindevorsteher Matthias Eifrig freute sich schon bei der Begrüßung über das gelungene Fest, das viele Gemeindemitglieder organisiert hätten. Außerdem seien viele Gäste gekommen, die die Kirche zuvor noch nie betreten hätten.

Der katholische Pfarradministrator Philipp Kielbassa drückte seinen Glückwunsch so aus: „60 Jahre sind schön, aber da geht noch was.“ Der evangelische Pfarrer Daniel Tenberg sagte: „Sie sind eine junge Kirche, aber Sie entwickeln sich.“ Kielbassa blickte auf die ökumenische Adventsandacht in Niederding zurück, die für ihn sehr wichtig gewesen sei: „Da sind wir darauf gekommen, dass das etwas bunter ist, dass es sich lohnt, die Scheuklappen etwas zu weiten.“ Und so habe man gemerkt: „Da sind noch andere Leute, die mit uns unterwegs sind. Wir sind nicht allein, wir sind nicht wenige. Gehen wir gemeinsam diesen Weg.“

Tenberg sprach jedoch auch die Unterschiede zur neuapostolischen Kirche an: „Immerhin, Sie teilen mit uns die Lutherbibel“, sagte er. Besagte Adventsandacht aber nannte er „legendär“ und erinnerte sich: „Da war es so kalt!“ Da kam Gelächter auf. Am Ende des Festakts stand der Wunsch, so etwas wieder gemeinsam zu machen.

Die neuapostolische Kirche in Erding hat im Landkreis derzeit 223 Mitglieder und ist eine von 600 Gemeinden, die in Süddeutschland organisiert sind, also in Bayern und Baden-Württemberg. „Von diesen Mitgliedern gilt etwa die Hälfte als aktiv“, sagt Eifrig. Den durchschnittlichen Gottesdienstbesuch in der Kirche an der Krankenhausstraße schätzt er auf 80 Personen.

Die Gemeindeleitung erfolgt ausschließlich ehrenamtlich. Es gibt sechs Priester und zwei Diakone. Der Chor unter der Regie von Gabi Wieder kann sich sehen und hören lassen: Er ist 35 Mitglieder stark und trat auch beim Festakt auf.

Das Angebot während des Fests war Eifrig besonders wichtig. Es gab Kirchenführungen, eine Bildergalerie gewährte einen Einblick in das bunte Gemeindeleben. Für die Kinder gab es Spiele im Garten. Unter den vielen Sonnenschirmen vor der Kirche ließ es sich hervorragend feiern. Am Sonntag schloss die Gemeinde ihr Jubiläum mit einem Festgottesdienst ab, den Bischof Paul Hepp leitete. klk

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