Festival für jeden Musikgeschmack

Erding - Bands für jeden Musikgeschmack, ein Skate-Contest und viele weitere Programmpunkte: Die Besucher des Open Airding erwartet am Pfingstsamstag Festival-Stimmung nicht nur für Musikfans.

„Ein paar Besucher mehr als die 400 im vergangenen Jahr wären schon schön“, meint Uli Hofstaller, Leiter der offenen Jugendarbeit Erding/Altenerding und Organisator des Open Airding. 2011 waren viele Besucher wegen des schlechten Wetters daheim geblieben, aber heuer hofft man wieder auf Sonnenschein. Dennoch ist nicht nur das Wetter entscheidend für das Gelingen des Festivals, das am Samstag, 26. Mai, im Sepp-Brenninger-Stadion in Altenerding stattfindet. Seit vielen Monaten läuft die Planung, und die verspricht ein tolles Event.

Der Startschuss zum Open Airding fällt um 12 Uhr mit dem ersten Altenerdinger Skatecontest in der neuen Skateanlage. Antreten können Einsteiger und Fortgeschrittene, Skateboarder und BMX-Fahrer. Eine Teilnahmegebühr gibt es nicht, die ist im Eintrittspreis enthalten. Auch Kurzentschlossene können mitmachen. Anmeldeschluss ist wenige Minuten vor Wettbewerbsbeginn.

Ab 15 Uhr wird es laut im Stadion, denn Hofstaller und sein Kollege Lars Müller konnten sieben Bands für das Open Airding gewinnen. „Wichtig ist es uns, Nachwuchsbands zu fördern“, meint Hofstaller. Deshalb machen mit Cold Silence und Sounds in the Alley die beiden Gewinner des Bandcontests den musikalischen Anfang. Cold Silence aus Freising präsentieren energischen und energiegeladenen Hardcore, die vier Jungs von Sounds in the Alley aus dem südlichen Landkreis haben sich dagegen dem Indierock verschieben. Sie begeistern ihre Fans mit selbstgeschriebenen Songs zum Rocken und Tanzen. Für entspannten Festivalsound mit Reggae am Nachmittag sorgen danach Raggabund, die mit sozialkritischen und politischen Texte auffallen. The Backs stammen aus Erding und haben sich in der Indierock-Szene einen Namen gemacht. „Die Jungs sind echt gut“, freut sich der JUZ-Leiter über deren Zusage. Um 16 Uhr fahren sie mit Indierock und Alternative-Pop auf. Schnell und laut wird es anschließend mit Mega!Mega!. Aber nicht nur Rock und Reggae sind geboten. Mit Main Concept stehen abends die Münchner Wegbereiter des deutschen Hip Hop mit intelligenten Texten und fetten Beats auf der Bühne.

Wie Hofstaller auf all die Bands gekommen ist? - „Ich hab den ganzen Winter Musik gehört“, sagt er. Und so wurde er auch auf die drei Musiker von Gudrun von Laxenburg aus Wien aufmerksam. Mit Techno-Punk, Live-Drums und Analog-Synthesizern soll ihre außergewöhnliche Tanzmusik „die Tanzfläche zum Abschluss zum Brennen bringen“.

Neben der Musik gibt es auch ein schönes Rahmenprogramm: Auf Slacklines kann man seine Balance testen, sich an der Boulderbox austoben und sich anschließend an den Essensständen mit afrikanischen Spezialitäten und Steinofenpizza stärken. Außerdem haben die ersten 100 Besucher die Möglichkeit, ihren Besuch auf dem Open Airding auf einem Polaroidfoto zu verewigen. Dazu kommt: „Uns allen geht es hier eigentlich sehr gut. Deshalb wollten wir auch Gutes tun“, sagt Hofstaller. Ein Euro pro Eintrittskarten geht an die Clowns ohne Grenzen, die auch vor Ort für gute Laune sorgen werden.

Aber das Open Airding wäre nichts ohne seine Helfer. 15 Jugendliche sind seit Anfang des Jahres an der Organisation beteiligt. In mehreren Arbeitsgruppen kümmern sie sich eigenverantwortlich darum, dass Wasser fließt, die Bühne steht, die Bands versorgt sind und die Sicherheit gewährleistet wird. Natürlich haben auch Hofstaller und Müller Aufgaben übernommen. Sie fiebern dem Festival entgegen. „Hier kann man Freunde treffen und gemeinsam in den Genuss guter Musik kommen.“

Kartenvorverkauf: Tickets für 15 Euro (ermäßigt zwölf) gibt im Vorverkauf der Jugendzentren Erding und Altenerding sowie unter www.sinnflut.biz.de. Weitere Infos unter www.openairding.de. Kinder unter 14 Jahren haben freien Eintritt.

(Andrea Wengel)

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