Feuer und Flamme für die gute Sache

Dorfen/Erding - Eine prächtige Kulisse haben rund 500 Zuschauer in der Dorfener Emil-Rudolf-Halle gebildet für das Eishockey-Match zwischen den Feuerwehren aus Dorfen und Erding. Im Mittelpunkt stand aber nicht der Sport, sondern die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS), für die über 5000 Euro zusammengekommen sind.

ormalerweise ist reichlich Zündstoff drin, wenn sich die Eishockey-Teams aus Dorfen und Erding gegenüber stehen. Da brennt die Luft. Was passt da besser als das Lied „Brenna tuats guat“, von Hubert von Goisern, das immer wieder aus den Lautsprechern dröhnte.

Dorfens Feuerwehr-Vorsitzender Jürgen Rank erklärte bei der Begrüßung unter anderem, dass der Erlös der Partie für die Aktionen „Hilfe für Regina“ sowie „Hilfe für Kathi“ bestimmt ist und somit an die DKMS fließen werde.

Nach dem Eröffnungsbully der beiden Bürgermeister Max Gotz und Heinz Grundner ging es gleich zur Sache. Die von den Fans stürmisch angefeuerten Feuerwehr-Teams schenkten sich dann auch nichts, und so brannte es lichterloh vor den beiden Toren - vor allem vor dem der Erdinger, das von Sebastian Schwab nach besten Kräften verteidigt wurde.

Da die Spieler beider Teams ihr Visier erst einstellen mussten, hatte Stadionsprecher Markus Meßner zunächst einen ruhigen Job, fielen doch im ersten Drittel nur zwei Treffer für Dorfen (Martin Bauer, Andreas Wagner). Aber das änderte sich. Im zweiten Abschnitt legte Dorfen vier Tore nach (Christian Haas, Maxi Wagner, Bauer, Laurin Hobmeier), Erding setzte zwei dagegen (Fabian und Christoph Steiger). Jan Smolko jun., Tobias Brandl und Kommandant Stefan Beham sorgten für den 9:2-Endstand. Für Verwunderung sorgten die Schiedsrichter Thomas Mittermeier und Johannes Giel, die Dorfens Michael Neumaier wegen „Unterbier“ auf die Strafbank schickten und ihm „zwei Halbe“ aufbrummten. „Zweimal zwei Halbe“ lautete gar die Ansage nach einer Rauferei der beiden kräftigsten Akteure Hüseyin Aslan (Dorfen) und Christian König. Der Erdinger gewann nach Punkten, weil er seinem Gegner das Trikot über die Ohren zog.

Zum Abschluss boten die Teams den Zuschauern noch ein spannendes Penaltyschießen, das mit 3:2 an Erding ging. Somit war ein „formelles Unentschieden“ besiegelt.

Doch nicht nur das Geschehen auf dem Eis bereitete den Gästen viel Freude. Die Organisatoren hatten sich auch noch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm einfallen lassen. Die Zuschauer hatten ihre Freude und geizten nicht mit Beifall.

Und auch die Spendenbereitschaft war groß. In die aufgestellten Boxen wurden ebenso fleißig Scheine und Münzen eingeworfen, wie in die Kassen an den Verpflegungsständen, wo die vielen ehrenamtlichen Helfer alle Hände voll zu tun hatten. Zwei besondere Exponate waren schließlich noch zur Versteigerung gestiftet worden: Erich Kühnhackl, Vizepräsident des Deutschen Eishockeybundes, hatte ein Nationaltrikot von Felix Schütz zur Verfügung gestellt, das 210 Euro brachte, und der FC Bayern einen Fußball mit den Spieler-Unterschriften, der für 130 Euro wegging.

Dorfens Feuerwehr-Vorsitzender Rank war gleich nach dem Spiel, als die erhitzten Floriansjünger beider Teams noch auf dem Eis ihren Durst löschten, begeistert von dem gelungenen Abend. Ein endgültiger Kassensturz könne erst in den nächsten Tagen gemacht werden, sagte er: „Aber es werden wohl so knapp über 5000 Euro zusammengekommen sein.“

(wk)

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare