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Seit Jahren engagiert (v. l.): 2. Kommandant Fabian Steiger, Robert Liegl (40 Jahre Mitglied), 2. Vorsitzender Benjamin Löffelmann, OB Max Gotz, Hans-Jürgen Heigl (40), Harry Roth (30), Robert Noack (10), Norbert Simmet (30), Heiko Saeftel (10), Martin von der Wehd (10), Thomas Hagl (10), Willi Vogl (40), Kommandant Manfred Kordick, Hans Schmidmayer (40) und Vorsitzender Helmut Jorde. Nicht im Bild: Johann Lex (10), Simon Sroka (10), Martin Feldmann (10), Andreas Biglil (20), Susanne Osterloher (20), Winfried Saller (40), Georg Schöberl (40) und Rudolf Schnelzer (40). 

Feuerwehr Erding 

Trotz Umbau: Neues Gerätehaus nötig

Die Freiwillige Feuerwehr Erding bezog im vergangenen Jahr neue Räume für Verwaltung und Mannschaft. Die Sanierung oder der Neubau eines Gerätehauses steht trotzdem weiter ganz oben auf der Dringlichkeitsliste.

ErdingDie Freiwillige Feuerwehr Erding hat ein ereignisreiches Jahr hinter sich. Das machte Kommandant und Stadtbrandinspektor Manfred Kordick in der Jahreshauptversammlung am Freitag deutlich. Dass die Wehr personell gut aufgestellt ist und 20 Aktive neu gewinnen konnte, zeigte die Versammlung im Mayr-Wirt auch im übertragenen Sinne. Der Saal war knackend voll. Es mussten Stühle herbeigeschafft werden, um allen Mitgliedern Platz zu bieten.

Die Feuerwehrler gedachten eingangs ihrer verstorbenen Kameraden Harry Seehaus und Anton Michl. Seehaus war vormals Kommandant, Michl Vorsitzender. Im Oktober wurde Helmut Jorde mit großer Zustimmung neu auf diesen Posten gewählt.

Auch wenn 2016 laut Kordick einsatztechnisch „kein wirklich spektakuläres Jahr“ war, galt es doch, neben 447 Einsätzen (Bericht folgt) eine Reihe von Aufgaben zu bewältigen. Hier führte der Kommandant unter anderem die Umrüstung aller Fahrzeuge und des Funkraums von Analog- auf Digitalfunk an. Diese Arbeiten habe die Wehr teilweise selbst gestemmt, was einen angenehmen Nebeneffekt hatte. „Durch die Eigenleistung konnten wir etwa 10 000 Euro sparen“, freute sich Kordick.

Er machte deutlich, dass die Planung eines neuen Gerätehauses nach wie vor eine vordergründige Aufgabe sei, „auch wenn es Herr Gotz nicht mehr hören kann“. Als Verantwortlicher für die Mannschaft müsse er erneut darauf hinweisen, dass es im engen Gerätehaus keine Abgasabsaugung gebe und die Aktiven den Dieselabgasen ausgesetzt seien.

Seit 2008 trete man beim Thema Sanierung oder Neubau auf der Stelle, so Kordick. Dafür wurde im Dezember eine frühere Wohnung so umgebaut, dass sie die Feuerwehr nun für ihre Zwecke nutzen kann. Neben Büros für die Kommandanten und Sachgebietleiter steht jetzt ein Ruheraum mit drei Stockbetten, kleiner Küche und WC bereit. „Das dürfte im Umkreis bei den Wehren einmalig sein“, sagte Kordick. Dieser Raum eigne sich auch dafür, um jemanden, dessen Wohnung abgebrannt ist, über Nacht unterzubringen. Im neuen Domizil gibt es ebenfalls einen Clubraum für die Jugendfeuerwehr und einen Bereich für die Einsatzkleidung.

Kordick gab zudem bekannt, dass der Antrag auf eine Halbtagskraft für Verwaltungsarbeiten genehmigt ist. Die Stelle werde im Frühsommer ausgeschrieben.

Erdings Oberbürgermeister Max Gotz dankte in einer kurzen Ansprache den Mitgliedern und Aktiven der Wehr und betonte zugleich, dass die Aufgaben wachsen werden. Denn nicht nur die stetig steigende Einwohnerzahl Erdings, die bald 39 000 Menschen erreicht, sondern auch die noch ungeklärte künftige Nutzung des Fliegerhorstgeländes machten langfristige Planungen schwierig.

Kreisbrandrat Willi Vogl lobte vor allem das Engagement der jungen Feuerwehrler und freute sich, dass es genügend Aktive gebe. „Wir sind noch in der Lage, auch überörtlich Einsätze zu fahren“, sagte er mit Blick auf die Tagesalarmsicherheit. Allerdings werde sich die Wehr verstärkt damit befassen müssen. Auch die Zusammenarbeit mit den Landkreiswehren sei gut. „Hier gibt es Synergieeffekte, die unbedingt beibehalten werden müssen“, so Vogl.

von Henry Dinger

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