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Herzliche Lacher: Kabarettist Willy Astor (l.) inmitten seiner Fans, unter denen die beiden Pfarrsekretärinnen Christine und Angelika (v. r.) nicht fehlen durften.

Willy Astor in der Stadthalle

Feuerwerk der Wortakrobatik

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Erding – Draußen herrschte bestes Grillwetter, doch in der Stadthalle gab es feinste Unterhaltung, die mit viel Wortwitz garniert wurde: Kabarettist Willy Astor heizte bei seinem Gastspiel am Montag in der Stadthalle seinen begeisterten Fans ordentlich ein.

Wundern bräuchte sich Pfarrer Wolfgang Lanzinger nicht, wenn Willy Astor plötzlich in der Neufahrner St. Franziskus von Assisi-Kirche auftauchen würde. Denn Kabarettist, Wortakrobat und Multitalent Astor lernte bei seinem Erdinger Gastspiel dessen Pfarrsekretärinnen Angelika und Christine kennen. Begonnen hatte es mit einer unterhaltsamen Fragerunde im Publikum. „Woher kommen Sie?“ „Was machen Sie beruflich?“ Vom Urlaub in Tauberbischofsheim über das in eine Pfarrsekretärin verliebte Nashorn – immer wieder wurden die beiden ins Programm eingebaut. „Schöne Grüße unbekannterweise, wenn Sie ihn mal wieder sehen. Vielleicht komme ich ja mal bei euch vorbei“, meinte Astor schmunzelnd. Ob er auch den Weg nach Neuching finden wird, wo Hans und Inge zuhause sind, darf bezweifelt werden. „Neiching. Ist das eine chinesische Provinz?“, fragte er die beiden. „Neiching, das ist gleich hinter Arding“, konterte Inge und erntete dafür den ersten tosenden Applaus.

Mal mit Wortwitz und Charme, aber auch mal mit nachdenklichen Worten führte Astor durch sein rund zweistündiges Programm „Reim Time“ . „Da ham’s die Adressen schon hergricht ghabt“, meinte er zum Putsch-Versuch in der Türkei.

Klassiker wie der Spirituosen-Mix, bei dem sich „Maria Cron“ über ein „Söhnlein brillant“ freuen würde, oder die Wohngemeinschaft mit dem bratenden Pitt oder dem Essensdienst „Jan Josef Liefers“ durften nicht fehlen.

Tränen lachten die Fans auch bei der Taube Joachim, bei der sie sich als Taube Jo auf den Weg nach Palermo macht. Man möchte meinen, dass da ein professioneller Gagschreiber am Werke war. Doch so einen Ghostwriter braucht der 54-Jährige nicht, das erledigt der Kreativkopf selbst. Und mit seinem herzerfrischenden Lachen überspielte er auch mal einen Texthänger.

Ob vor 30 Jahren oder jetzt: Astor ist bekannt, dass er seine Zuhörer ins Programm einbindet. „Servus Burschen. Was war los? Die anderen haben es auch pünktlich geschafft!“ Logo, dass zu spät Kommende sich diese Fragen gefallen lassen müssen. Und was während des Programms unbeantwortet blieb, konnten die Fans Astor in der Pause und nach dem Auftritt fragen. Denn der Münchner präsentierte sich als ein sympathischer Künstler zum Anfassen: „Frauen natürlich bevorzugt.“

Daniela Oldach

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