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SPD findet Südeinschleifung in den Ringschluss gar nicht so schlecht

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Der Norden Erdings wird entlastet: Die SPD kann sich mit der Südeinschleifung anfreunden. Karte: Wirtschaftsministerium
Der Norden Erdings wird entlastet: Die SPD kann sich mit der Südeinschleifung anfreunden. Karte: Wirtschaftsministerium

Erding - Die SPD hält die Südeinschleifung der Walpertskirchener Spange nach Erding für gar keine so schlechte Lösung. Doch auch für die Genossen gibt’s bis dato mehr Fragen als Antworten.

Die SPD-Stadträte Horst Schmidt, Willi Scheib und Fraktionschef Hans Schmidmayer verstehen nicht, warum die Ende Juli im Stadtrat vorgestellten Pläne des Wirtschaftsministeriums von den übrigen Fraktionen in Bausch und Bogen abgelehnt wurden. „Für uns ist das durchaus eine vorstellbare Lösung, wenngleich noch etliches zu klären ist“, betonte Scheib am Mittwoch in einer Pressekonferenz. Man dürfe jetzt nicht nur dem in Frage stehenden Kreuzungbahnhof im Fliegerhorst hinterher weinen, so Scheib weiter. Für Schmidt ist es ein gutes Zeichen, „dass die Chancen nun wieder gestiegen sind, den bisherigen S-Bahnhof behalten zu können. Und: Ein nicht unerheblicher Teil der geforderten Tunnels ist in diesem Konzept enthalten.

Allerdings macht der Stadt- und Kreisrat auch deutlich: „Es gibt noch sehr viel zu klären.“ In ihrer jetzigen Form könne auch seine Partei der Südeinschleifung der Walpertskirchener Spange auf die S-Bahn-Trasse nicht zustimmen. An erster Stelle nannte er eine leistungsfähige Park & Ride-Anlage. Schmidmayer: „Wenn auch die Regionalbahn in die Stadt kommt, brauchen wir mehr Stellflächen.“ Seine Partei könne sich sogar einen weiteren Halt im Nordwesten Erdings vorstellen - als idealer Zustieg für auswärtige Pendler.

Völlig ungeklärt sei die Situation des Übergangs Bahnhofstraße in Altenerding. „Da muss sich was ändern“, so Schmidts Forderung. Schmidmayer, Feuerwehrreferent des Stadtrates, sekundiert: „Schon jetzt ist es problematisch, dass die Einsatzkräfte rasch zur Wache kommen und dann mit den Einsatzfahrzeugen ausrücken.“ Diese Situation werde durch eine höhere Schienenauslastung noch verschärft. Ideal wäre hier eine Tunnel- oder zumindest Troglösung.

Der räumt die SPD dann die größten Chancen ein - es geht immerhin um rund 38 Millionen Euro -, wenn die jetzige Haltestelle Altenerding zu Gunsten eines neuen Bahnhofs zwischen Altenerding und Aufhausen aufgegeben wird.

Auch wenn das Wirtschaftsministerium noch keine Entscheidung getroffen hat, sieht Schmidt Bürgermeister Max Gotz (CSU) jetzt in der Pflicht. „Nun müssen Gespräche mit den anderen Gemeinden geführt werden, um zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen.“ Auch für Erding fordert er ein Gesamtvekehrskonzept, das nicht nur die Schiene, sondern auch die Straße berücksichtige. Für Schmidt dabei entscheidend: „Es muss auch über Verkehrsberuhigung gesprochen werden.“

Gespannt wartet man auf eine Entscheidung von Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP), die noch im Herbst fallen soll. „Erst danach macht es Sinn, im Stadtrat Details zu besprechen.“ Das Gleiche gelte für die Nordumfahrung. Schmidt: „Die Planung ist derzeit vor allem auf den Kreuzungsbahnhof ausgerichtet. Für die SPD wäre das ein guter Zeitpunkt für eine Bürgerversammlung.

(Hans Moritz)

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