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Festgesellschaft (vorne, v l.): Johanna Doll mit Minna, Schwägerin Edith Auer, Jubilarin Irmgard Baumann, Maria Egger und Annemarie Schweiger, (hinten, v. l.) Franz Billmayer mit Maxi, Nichte Steffi Zehner, Landrat Martin Bayerstorfer, Neffe Maximilian Auer mit Frau Erika, Kilian Zehner, Laura Doll, Erna Löffler, Hans Tebbe, OB Max Gotz, Rosmarie Kneissl, Ferdinand Zehner, die Nichten Uschi und Irmgard Auer sowie Nichte Uschi Tebbe. 

Firma Auer in Erding 

Die Firma Auer ist Irmgard Baumanns Leben 

Schon in jungen Jahren übernahm Irmgard Bauer mit ihrem Bruder die Firma Auer in Erding. Jetzt feiert sie ihren 90. Geburtstag und noch immer denkt Irmgard Bauer an die Zeit zurück. 

Erding „Die Firma war mein Leben“, erzählt Irmgard Baumann, die jetzt ihren 90. Geburtstag feierte. Als Irmgard Auer wurde sie in Erding geboren, wuchs hier auf und ging zur Schule. „Wo heute das Gewandhaus Gruber steht, war damals die Erdinger Schule“, erinnert sich die fröhliche Jubilarin, deren Mutter bereits vor ihrem vierten Lebensjahr verstarb. Sie wurde deshalb von zwei Schwestern des Vaters großgezogen, die mit im Haus lebten.

Ihr Vater Max Auer hatte in Erding eine große Firma, so dass sie auf eine Handelsschule nach München geschickt wurde, um dort das nötige Knowhow zu erlernen. Wegen der Bombardierung Münchens verbrachte sie das letzte Schuljahr in Klais bei Mittenwald, kam anschließend noch zu den Klosterschwestern auf die Fraueninsel im Chiemsee.

Nach einjähriger Volontärzeit bei der Firma Egger stieg sie dann im elterlichen Betrieb „Baustoffhandel, Ziegeleien und Bauunternehmen Auer“, damals an der Dorfener Straße, ein. Später führte sie gemeinsam mit ihrem Bruder die Unternehmung und übergab im Jahr 1994 nach 40 jähriger Tätigkeit die Leitung an ihren Neffen Maximilian Auer. Der führt sie nun in der vierten Generation.

Anfang der 50er Jahre lernte die Jubilarin Franz Baumann kennen, einen Bauingenieur aus Landshut, der in einem Architekturbüro arbeitete. 1957 heirateten die beiden, und schon fünf Jahre später konnten sie in ihr eigenes Heim in Williamsville einziehen. Leider blieben eigene Kinder aus, doch durch die enge Beziehung zu Bruder Max konnten sie den Lebensweg der Nichten und des Neffen hautnah miterleben.

War es in den ersten Jahren der Ehe wegen der Firma nicht möglich, Urlaubsreisen zu machen, so holten die beiden das später nach. Mit dem Kreuzfahrtschiff MS Europa bereisten die beiden auf mehreren Etappen die ganze Welt. Von diesen Erinnerungen zehrt die Jubilarin noch heute.

Zu den Weihnachtsfeiern der Firma Auer wurde die Seniorchefin immer eingeladen, sie nahm diese Einladungen gerne an, traf sie doch ehemalige Mitarbeiter und Kunden wieder. Auch bei der Weihnachtsfeier 2017 war sie dabei.

2008 verstarb Ehemann Franz Baumann – nur wenige Monate nach der Goldenen Hochzeit, die beide noch ganz groß im damaligen Bründlhof in Wartenberg gefeiert haben. In ihrer Trauer war die Jubilarin nicht allein, denn Bruder Max und seine Familie kümmerten sich liebevoll um sie. Vor zwei Jahren verstarb der Bruder der Jubilarin. Für die Nichten Steffi, Uschi, Irmgard und Neffe Maximilian ist es selbstverständlich, regelmäßig nach der Jubilarin zu schauen. Zusätzlich sind zwei nette Frauen vor Ort, die Baumann im Haushalt unterstützen. Sie genießt es, den Lebensabend in den eigenen vier Wänden zu verbringen und beteuert immer wieder: „Ich bin gerne in Erding und möchte nirgends anders wohnen.“

Die große Geburtstagsfeier, zu der auch alte Wegbegleiter eingeladen wurden, fand in Notzing statt. Über die persönlichen Glückwünsche von OB Max Gotz und Landrat Martin Bayerstorfer freute sich die Jubilarin ganz besonders. Elvi Reichert

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