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In Erding wurde am Mittwoch eine Fliegerbombe gefunden. Mittlerweile wurde sie entschärft.

Bombenfund in den Geislinger Ängern

Fliegerbombe in Erding: Fundort lange gesperrt – Auswirkungen auch für Flughafen München

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Am Stadion in Erding wurde eine Fliegerbombe gefunden. Das Gebiet wurde weiträumig gesperrt. Mittlerweile ist die Bombe entschärft.

Erding – Auf der Sportanlagen-Baustelle in den Geislinger Ängern ist am Mittwochnachmittag eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Ehe die Experten die 250-Kilo-Bombe entschärfen konnten, musste das Gebiet weiträumig gesperrt und teils evakuiert werden. 

Erding: Baggerfahrer entdeckt Bombe

Es war gegen 15.45 Uhr, als ein Baggerfahrer den brisanten Fund machte: Nur knapp unter der Erdoberfläche entdeckte er die Weltkriegsbombe – just in dem Bereich, in dem seit Jahrzehnten während des Herbstfests das Pferderennen stattfindet. Die Arbeiter verließen das Gelände sofort, verständigten die Polizei und stellten einen Bauzaun auf. Die Polizei wiederum rief die Feuerwehren Erding, Altenerding, Langengeisling und Niederding sowie den Rettungsdienst zur Verstärkung. 

Auch der Katastrophenschutz des Landkreises wurde informiert. Denn das Gelände musste weiträumig gesperrt werden. „Wir haben rund um den Fundort einen Radius von 300 Metern gezogen, für den die Sperrung galt“, berichtet Einsatzleiter und Erdings Polizei-Vize Harald Pataschitsch. Davon betroffen waren Teile der Kleingartenanlage und das Lokal Blumenhof. Feuerwehren und Polizei riegelten alle Zufahrtswege ab. Das stark besuchte Freibad war aber nicht betroffen. Die Besucher konnten bleiben. 

Fliegerbombe in Erding: Auswirkungen auch für Flughafen München

Die Feuerwehr setzte Lautsprecherwagen ein, um unter anderem die Bevölkerung von Langengeisling aufzufordern, Fenster und Türen geschlossen zu halten und in den Häusern zu bleiben. Der Fund hatte Auswirkungen bis zum Flughafen München. Bis zu einer Höhe von 1000 Metern durfte keine Maschine den Fundort überfliegen. Wenig später traf ein Sprengstoffkommando ein und mahnte zur Eile. Denn die hohe Sonneneinstrahlung verlangte eine zeitnahe Entschärfung. 

Gegen 19.30 Uhr konnten die Experten die 250-Kilo-Bombe sichern und abtransportieren. Gegen 20.15 Uhr gaben Polizei und Feuerwehr wieder mit Lautsprecherdurchsagen Entwarnung. Das Landratsamt informierte auf seiner Facebookseite über den Stand der Dinge. Während sich die meisten Bürger an die Absperrungen hielten, reagierten einzelne unwirsch. So wollte der Fahrer einer Nobelkarosse partout nicht einsehen, dass er nicht zu den Tennisplätzen fahren durfte. Nur mit Mühen konnte er von Feuerwehrleuten aus Altenerding davon abgehalten werden, durch die Sperre zu fahren. 

Fliegerbombe in Erding: Bombe wohl vom Luftangriff im April 1945

Die Bombe dürfte von dem verheerenden Luftangriff am Nachmittag des 18. April 1945 stammen. Kurz vor Kriegsende wurde Erding von amerikanischen Streitkräften beschossen. 50 Sprengbomben warfen die US-Maschinen ab, die Altstadt fiel in Schutt und Asche. 120 Menschen fanden sofort den Tod, 24 erlagen in den Tagen danach ihren schweren Verletzungen. Bis heute wird gemutmaßt, dass der Angriff an sich Freising gegolten hatte, es sich also möglicherweise um eine Verwechslung gehandelt hat.

Erst am Tag zuvor wurde in Augsburg ebenfalls eine Fliegerbombe gefunden - sie wurde noch am selben Abend entschärft.

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