Auf dem Fliegerhorst-Gelände soll der Neubau des Elektronikzentrums der Bundeswehr enstehen. Der Bund investiert vier Millionen Euro dafür.
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Das technische Herz der Bundeswehr: Das Wehrwissenschaftliche Institut der Bundeswehr mit seinen Prüf- und Testlaboratorien im Norden Erdings.

Elektronikzentrum der Bundeswehr bekommt neuen Standort

Fliegerhorst Erding: Bund steckt vier Millionen ins Wiweb

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Auf dem Fliegerhorst-Gelände soll der Neubau des Elektronikzentrums der Bundeswehr enstehen. Der Bund investiert vier Millionen Euro dafür.

Erding – Auch wenn der Fliegerhorst Erding für die Bundeswehr ein Auslaufmodell ist, investiert der Bund nun vier Millionen Euro in den Standort. Der Neubau des Elektronikzentrums der Bundeswehr (EloZBw) steht unmittelbar bevor. Es bleibt aber beim Jahr 2024, in dem das Militär den Luftwaffen-Stützpunkt im Nordosten der Stadt aufgegeben haben wird. Dies berichten CSU-Bundestagsabgeordneter Andreas Lenz und Verteidigungsstaatssekretär Thomas Silberhorn.

Er kündigt den Beginn der Baumaßnahme für April an. Im Fliegerhorst gibt es bereits ein Elektronikzentrum mit Prüflaboratorien, Werkstätten und Büros. Da der Fliegerhorst aber geschlossen wird und nur das Wehrwissenschaftliche Institut (Wiweb) im Bestand gesichert ist, gibt das Verteidigungsministerium den bisherigen Standort des Elektronikzentrums auf und baut es ganz im Norden der Stadt am Wiweb wieder auf.

Fliegerhorst: Wettermessgeräte werden gewartet und instandgesetzt

Die Erdinger Einrichtung ist an das EloZBw Bad Bergzabern angegliedert. Im Fliegerhorst werden Wettermessgeräte unter anderem für die Fliegerei gewartet und instandgesetzt.

Staatssekretär Silberhorn erklärt, „die zeitgerechte Bereitstellung bedarfsgerechter Infrastruktur ist ein wesentlicher Beitrag zur Auftragserfüllung der Bundeswehr. Der zielgerichtete Ausbau und der Erhalt der Bundeswehr-Liegenschaften stehen daher im Mittelpunkt der infrastrukturellen Bemühungen“.

Neues Elektronikzentrum soll 2023 in Betrieb gehen

Vor zwei Jahren musste das Ministerium zugeben, dass eben dieses Elektronikzentrum die Ursache dafür ist, dass die Fliegerhorst-Schließung von 2021 auf 2024 verschoben wurde. Fürs EloZBw soll sich schlicht kein geeigneter Platz gefunden haben. Die Verzögerung der Konversion um weitere drei Jahre hatte vor allem bei OB Max Gotz für Unmut gesorgt. Das neue Elektronikzentrum soll bis 2023 in Betrieb gehen.

Allerdings ist es gut möglich, dass man von den Baumaßnahmen im April noch gar nichts zu sehen bekommt. Silberhorn weist darauf hin, „dass der Baubeginn formal an die Vergabe der Baumaßnahme an die ausgewählten Bauunternehmer durch die zuständige Landesbauverwaltung anknüpft und nicht gleichbedeutend mit sichtbaren Bauaktivitäten vor Ort ist“.

„Bekenntnis der Bundeswehr zum Standort Erding“

Hoch erfreut über diese Entwicklung ist der für die Region zuständige Bundestagsabgeordnete Andreas Lenz: „Der Standort Wehrwissenschaftliches Institut wird weiter an Bedeutung gewinnen.“ Die Investition sei ein „Bekenntnis der Bundeswehr zum Standort Erding“.

Der dürfte aus einem anderen Grund wieder in den Fokus rücken. Der vor allem 2015 und 2016 genutzte Warteraum Asyl soll ein Notfallkrankenhaus mit bis zu 1000 Betten aufnehmen. Wie berichtet, will Landrat Martin Bayerstorfer mit dem Bund Kapazitäten für den Fall stark ansteigender Corona-Patienten schaffen. Für die Interimsklinik könnten die Leichtbauhallen genutzt werden, in denen zuletzt über 100 000 Flüchtlinge betreut worden sind.

Fake News: 20 000 Flüchtlinge in Erding

Zugleich zerstreute Bayerstorfer am Wochenende Gerüchte, Camp Shelterschleife solle mit 20 000 Flüchtlingen belegt werden. Die Ausgangsbeschränkungen dienten nur dazu, diesen Vorgang zu verschleiern. „Das sind reine Fake News“, so Bayerstorfer.

Ab 2024 soll der Fliegerhorst in einen neuen Stadtteil verwandelt werden – mit Gewerbe, Wohnen und viel Grün, darunter ein Landschaftsschutzgebiet. Im Süden des 365 Hektar großen Areals sind Flächen für den neuen Bahnhof reserviert – mit S-Bahn-Ringschluss zum Flughafen und Walpertskirchener Spange nach Südostbayern.

Hans Moritz

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