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Der österreichische Außenminister Sebastian Kurz ist überzeugt: Die aktuelle Flüchtlings-Verteilungspolitik spielt den Schleppern in die Hände und verschärft das Problem.

500 Flüchtlinge pro Monat in den Warteraum Asyl

Kritik vom österreichischen Außenminister

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Der Warteraum Asyl gerät in die Mühlen der internationalen Politik. Kritik übt der österreichische Außenminister Sebastian Kurz.

 Die Bereitschaft der Bundesregierung, Flüchtlinge aus Griechenland und Italien in den Fliegerhorst Erding zu bringen, um sie von dort auf Deutschland zu verteilen, gerät in den Fokus der internationalen Politik. Der österreichische Außenminister Sebastian Kurz (30/ÖVP) kritisiert diese Praxis. Wie mehrfach berichtet, werden bis mindesten September 2017 pro Monat 500 Flüchtlinge in den Warteraum Asyl umgesiedelt.

Kurz’ Meinung nach werde die Situation dadurch verschärft. Denn das Wissen, über die Mittelmeer-Länder rasch nach Deutschland beziehungsweise Mitteleuropa zu kommen, reize zusätzlich Menschen zur Flucht an. Besser wäre es, Asylsuchende direkt aus den Krisenländern zu holen, um sie in der EU in Sicherheit zu bringen. In einem Interview mit der Welt am Sonntag sagte Kurz: „Eine solche Politik, wie sie von Deutschland angekündigt wurde, wird leider das Gegenteil erreichen. Es werden dadurch vermutlich noch mehr Flüchtlinge nach Griechenland und Italien kommen. So lange man den Migranten das Gefühl gibt, dass es sich lohnt, hierher zu kommen, fördert man das Geschäft der Schlepper und löst weitere Flüchtlingsströme aus.“

Der Wiener Minister glaubt, „dass sich das Flüchtlingsproblem nicht durch eine Verteilung nach Quote lösen lässt“. Sein Rat: „Die Europäische Union sollte trotz eines Beschlusses nicht krampfhaft daran (an der Umverteilung/die Redaktion) festhalten, sondern sich jetzt davon verabschieden.“ Kurz warnt in der Welt am Sonntag vor einem „gefährlichen Spaltpilz, der für Unruhe, Missverständnisse und gegenseitige Anfeindungen sorgt.“

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