Die ökologische Verantwortung der Christen betonte Dekan Reinhold Föckersperger, der mit Pater Johannes Streitberger die Messe in Tading hielt. foto: huber
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Die ökologische Verantwortung der Christen betonte Dekan Reinhold Föckersperger, der mit Pater Johannes Streitberger die Messe in Tading hielt. foto: huber

Föckersperger: Die Erde ist nur Leihgabe des Schöpfers

Tading - Tading - An die Pflicht der Menschen, Natur und Umwelt zu schützen und eine Welt des Friedens aufzubauen, hat Dekan Reinhold Föckersperger am Sonntag bei der Dekanatswallfahrt appelliert.

In der voll besetzten Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt erinnerte er am Sonntag der Weltmission an das Motto, unter das Papst Benedikt XVI. bereits den Weltfriedenstag 2010 gestellt hat: „Willst du den Frieden fördern, so bewahre die Schöpfung“.

Föckersperger forderte ein Denken und Handeln, dem das Leben heilig sei und das die Erde nicht als Besitz, sondern „als Leihgabe des Schöpfers“, begreife. Diese Verantwortung gegenüber der göttlichen Schöpfung müsse sich in einer glaubwürdigen Lebenshaltung der Christen und dem konkreten Tun der christlichen Gemeinschaften widerspiegeln. Denn „auf der Weltenuhr ist es streng genommen nicht mehr fünf vor, sondern fünf nach Zwölf“.

Zum verantwortungsbewussten Handeln in der Kirchengemeinde gehören laut Dekan Föckersperger ganz konkret der Energie- und Wasserverbrauch, die ökologische Gebäudesanierung sowie die Gestaltung und Pflege kircheneigener Flächen. Mit dem Motto zum Welttag des Friedens habe Papst Benedikt auch bewusst die Forderung seines Vorgängers nach Solidarität zwischen den Entwicklungsländern und den hochindustrialisierten Ländern aufgenommen. Diese bereits 1990 von Papst Johannes Pail II. formulierte Botschaft habe seitdem nichts von ihrer dringlichen Aktualität eingebüßt.

„Wir sind mitverantwortlich für den hohen Verbrauch von Rohstoffen und Ressourcen, die zum Großteil aus den Ländern der Dritten Welt stammen“, mahnte der Geistliche an. „Wir müssen so leben, dass alle Menschen einen gerechten Anteil erhalten.“ Gottes Auftrag an die Menschen sei es, ein Leben im Frieden mit der Schöpfung, das vom Frieden unter den Ländern gekennzeichnet sei, zu führen. ahu

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