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Erdings Wandel in Bildern

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Ausgezeichnete Gewinner und beschenkte Helfer (stehend, v. l.): Dietmar Enderlein, Hans Gabler, Katharina Neumaier für den verhinderten Bruno Adelsberger, Museumsleiter Harald Krause, Marianne Wiggins, Valentin Zeiler, Georg Daimer und Lutz Bierl; (vorne, v. l.) Rita Gabler und BN-Geschäftsführerin Sabine Lanzner. Nicht auf dem Foto: Brigitte Oswald-Limbrunner.
Ausgezeichnete Gewinner und beschenkte Helfer (stehend, v. l.): Dietmar Enderlein, Hans Gabler, Katharina Neumaier für den verhinderten Bruno Adelsberger, Museumsleiter Harald Krause, Marianne Wiggins, Valentin Zeiler, Georg Daimer und Lutz Bierl; (vorne, v. l.) Rita Gabler und BN-Geschäftsführerin Sabine Lanzner. Nicht auf dem Foto: Brigitte Oswald-Limbrunner. © Peter Bauersachs

Wie sich Erding und das Stadtgrün im Laufe der vergangenen Jahrzehnte verändert haben, zeigt eine Fotoausstellung des Bund Naturschutz.

Erding – Wie sich der Lebensraum in und um Erding im 20. Jahrhundert verändert hat, zeigt eine Fotoausstellung des Bund Naturschutz. (BN). In der Stadtbücherei sind Bilder von anno dazumal zu besichtigen, denen aktuelle Fotos gegenüber gestellt sind.

So sieht man beispielsweise, dass einmal im Erdinger Moos Torf abgebaut wurde. Im Gegensatz dazu steht der Großflughafen, dessen Bau im einstigen Naturschutzgebiet und in Süddeutschlands größter Moorlandschaft jahrzehntelang von einem erfolglosen Widerstand begleitet worden ist. Aus Äckern wurden Gewerbegebiete: das Fotobeispiel zeigt das reetgedeckte Herderhäuschen (17. Jahrhundert) mit Schafherde in Bergham. In unmittelbarer Nähe sieht man heute das stattliche Domizil des Softwarekonzerns Amadeus im Gewerbegebiet Aufhausen.

Die Erwartungen der Organisatoren, dass Naturfotos aus der näheren Umgebung, aus Gärten oder von Stellen, die inzwischen überbaut sind oder nicht mehr existieren, eingereicht werden, haben sich nicht erfüllt. „Trotzdem kam eine interessante Ausstellung über die Entwicklung des Stadtgrüns heraus“, stellte BN-Geschäftsführerin Sabine Lanzner bei der Eröffnung fest.

Erschreckend findet sie Bilder aus den 60er und 70er Jahren, auf denen das Auto die Stadt dominierte, obwohl es sehr viel weniger Autos gab als heute. Trotz aller baulicher Modernisierung hat Erdings Innenstadt aber ihren mittelalterlichen Charakter mehr oder weniger erhalten – gut zu erkennen auf Luftaufnahmen von Schrannenplatz und Langer Zeile, heute die größte Einkaufsstraße des Landkreises.

Der BN versucht seit einigen Jahren, eine naturnähere Gestaltung von Grünflächen in der Stadt voranzubringen. „Für eine gründliche Planung ist eine sorgfältige Bestandsaufnahme wichtig, zu der auch die Einbeziehung der Historie von Grün- und Gartenflächen innerhalb der Stadtgrenzen gehört“, sagte Lanzner. Deshalb hatte der BN zum Fotowettbewerb aufgerufen. 14 Teilnehmer reichten 120 Fotos und einen Stummfilm ein. Die fleißigsten Einsender waren das Museum Erding, die Fotografen-Familie Zeiler und Familie Bruno Adelsperger. Das Museumsteam um Leiter Harald Krause stellte zwei Serien zur Natur in der Stadt und zur Umgebung sowie dem Erdinger Moos zusammen. So sind doch einige wenige wirkliche Naturbilder zu sehen.

Einen beachtenswerten Zustandsbericht über die Natur in den 1970er Jahren lieferte der 30-minütige Film von Georg Daimer, der in seiner Jugend ein ambitionierter Hobby-Naturfilmer war. Naturfotograf und Biologe Alfred Ringler dokumentiert bereits in zweiter Generation die Natur rund um Erding und referierte darüber anschaulich.

Lanzners Fazit: „Man hat sich auf den Weg gemacht, aber es gibt noch sehr viel zu tun für eine Stadt, die ein Refugium für die Natur werden kann und sich den Herausforderungen des Klimawandels stellen muss.“ Dankesworte richtete die Geschäftsführerin an Fotograf Peter Bauersachs, der die Vergleichsbilder für den BN gratis erstellt hatte und dabei von Sohn Robin mit Luftaufnahmen unterstützt worden war.  

Weiteres Programm: Am Dienstag, 17. Mai, um 19.30 Uhr spricht Sascha Alexander zur naturnahen Gartengestaltung. Am Samstag, 21. Mai, gibt es um 12 Uhr eine Ausstellungsführung. Um 14 Uhr beginnt die Stadtführung mit Türmerin Doris Bauer zu einem Teil der in der Ausstellung abgebildeten Stellen. Die Fotos sind bis 21. Mai in der Stadtbücherei zu besichtigen. Öffnungszeiten: dienstags/mittwochs von 10 bis 18 Uhr, donnerstags/freitags von 10 bis 19 Uhr, samstags von 10 bis 13 Uhr. PETER BAUERSACHS

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