Fraktion Erding Jetzt moniert: Zu wenig Flair auf Christkindlmarkt

Erding - Der Christkindlmarkt Erding hat zu wenig weihnachtliches Flair. So sieht es jedenfalls die Stadtratsfraktion von Erding Jetzt. Sie fordert deshalb ein neues Nutzungskonzept.

Seit 1987 gibt es in Erding den Christkindlmarkt, der auf dem Kleinen Platz begonnen wurde und später auf den Schrannenplatz erweitert worden ist. Veranstalter ist von Beginn an der Verschönerungsverein, der auch die Standgebühren erhebt. Die Stadt stellt die Fläche unentgeltlich zur Verfügung. Geht es nach der Stadtratsfraktion Erding Jetzt, soll sich dies ändern. In einem Schreiben beantragt Fraktionssprecher Hans Egger, die Stadt solle die Veranstaltung selbst in die Hand und damit auch Einfluss auf die Auswahl der Fieranten nehmen.

Egger schweben charakteristische Waren, für Bayern und die Adventszeit typische Speisen und Getränke, Weihnachtsschmuck und entsprechende Beleuchtung sowie Veranstaltungen wie Chorsingen oder Musikgruppen vor. „Leider erfüllt aus unserer Sicht der Weihnachtsmarkt im Moment nicht diese Voraussetzungen für einen unserer Innenstadt angemessenen, die Bevölkerung anziehenden und fantasievollen Markt“, schreibt Egger. Imbiss- und Getränkebuden seien überproportional vertreten.

Fritz Steinberger, Vorsitzender des Verschönerungsvereins, nimmt den Antrag von Erding Jetzt mit Verwunderung zur Kenntnis und erinnert an die musikalischen Darbietungen der Liedertafel, der Stadtkapelle, von Schülerchören und die Lebende Krippe der Volksspielgruppe Altenerding.

Das Angebot der Fieranten sorgt seit Jahren für Diskussionen, im Volksmund wird der Christkindlmarkt auch Glühmarkt genannt. Steinberger dazu: „Ich würde gerne Christbaumkugeln anbieten, wenn die Leute sie kaufen würden.“ Die Nachfrage sei einfach nicht da. Auch neue Anfragen kämen nur von Standbetreibern, die Essen oder Getränke anbieten wollen. Deshalb „klaffen bei dem Antrag von Erding Jetzt Anspruch und Wirklichkeit auseinander“, sagt er.

Dafür, dass der Verschönerungsverein keine Platzmiete an die Stadt entrichte, sei er von Mitte November bis Ende Dezember für die Reinigung und den Winterdienst auf beiden Plätzen zuständig, erklärt Steinberger. Der Christkindlmarkt sei neben dem Blumenmarkt in der Eishalle die einzige große Veranstaltung des Vereins im Jahr. Vieles, was die Ehrenamtlichen sonst noch leisten, würde öffentlich kaum beachtet.

Eggers Vorschlag: Sein Vorschlag: Ähnlich dem Herbstfest könnte die Stadtverwaltung die Stände selbst vergeben, die Standmiete abgestuft festsetzen und dabei auch die Attraktivität der Stände, deren Erforderlichkeit und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit berücksichtigen.

Über den Antrag von Erding Jetzt wird im Stadtrat entschieden. (zie)

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