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Auszeichnung: Über den Preis zum Fördermittel-Champion freuen sich (v. l.): Rudolf Rauch, Günther Bielmeier (DZ-Bank), Josef Kern, Carola Votsch, Michael Geser, Josef Kressirer und Johann Luber.

Vertreterversammlung VR-Bank Erding

Weg frei für die nächste Banken-Hochzeit?

Erding – Negativzinsen und immer strengere Auflagen: Trotzdem liefen die Geschäfte der VR-Bank Erding im vergangenen Jahr gut. Denn das Kreditgeschäft floriert. Das zeigte der Bericht von Vorstand Johann Luber in der Vertreterversammlung am Mittwoch in der Stadthalle.

Die wichtigste Nachricht hob sich Bankenchef Luber bis zum Schluss auf: Die VR-Bank Erding strebt eine Fusion mit der Raiffeisen-Volksbank Isen-Sempt an.

„Wir machen den Weg frei“ lautet ein Slogan der Volks- und Raiffeisenbanken. Und genau diesen sollen die Vertreter im kommenden Jahr ebnen. „Unser Ziel ist es, dass wir hier in der Stadthalle nächstes Jahr darüber abstimmen, dass beide Häuser zu einer starken Bank in einer starken Region verschmelzen“, sagte Luber.

Der VR-Bank-Vorstand mit Luber sowie seinen Kollegen Josef Kern und Josef Kressirer hat gemeinsam mit dem Aufsichtsrat in der vergangenen Woche einstimmig den Beschluss gefasst, „intensiv einen Zusammenschluss der VR-Bank Erding mit der Raiffeisen-Volksbank Isen-Sempt vorzubereiten“, informierte Luber die Vertreterversammlung. „Wir sind seit Anfang des Jahres in Gesprächen, die schon vorangeschritten sind“, verriet Luber. Rechtzeitig vor der nächsten Vertreterversammlung werden die Stimmberechtigten Informationen zu der möglichen Bankenhochzeit bekommen, betonte er. „Aber wir möchten nächstes Jahr den zukunftsweisenden Schritt gehen“, bekräftigte Luber.

Mehr Details verrieten Luber und seine Kollegen noch nicht. „Wie ist denn das Größenverhältnis der beiden Banken?“, fragte Hans Huber aus Finsing nach. Die VR-Bank hatte 2015 eine Bilanzsumme von 416 Millionen Euro. Die Raiffeisen-Volksbank Isen-Sempt hat laut Luber rund 540 Millionen Euro.

Für langjährige Mitarbeiter des Kreditinstitutes ist es nicht die erste Fusion. 2003 verschmolzen die Raiffeisenbank Finsing-Neuching-Ottenhofen und die Volksbank Erding zur VR-Bank Erding.

„Wir sind mit unseren Geschäftsgebieten teilweise Nachbarn und bilden damit eine lange Grenze“, sagte Luber im Gespräch mit der Heimatzeitung. So sei in Ottenhofen eine Filiale der VR-Bank. In den Nachbarorten Wörth und Hörlkofen betreibt der künftige neue Partner zwei von insgesamt elf Zweigstellen. Die VR-Bank Erding ist mit der Hauptstelle in der Herzogstadt, sechs Filialen und vier SB-Geschäftsstellen im Landkreis vertreten.

In trockenen Tüchern ist die Wahl zum Aufsichtsrat. Dessen Vorsitzender Michael Geser wurde als Aufsichtsrat einstimmig wiedergewählt. Das gilt ebenso für seinen Kollegen Rudolf Rauch. Wer Aufsichtsratsvorsitzender wird oder bleibt, entscheidet das Gremium bei seiner nächsten Zusammenkunft.

Groß war die Freude bei der VR-Bank über die Auszeichnung der DZ-Bank zum Fördermittel-Champion. Entsprechende Fördermöglichkeiten bindet die Bank in Finanzierungen ein. Vorstand Josef Kern gab die Auszeichnung an die 90 Mitarbeiter weiter. „Sie haben im vorigen Jahr einen tollen Job gemacht. Herzlichen Glückwunsch“, so Kern. Bericht über die Geschäftsentwicklung folgt.

do

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