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Viel Platz im Becken  gibt es derzeit im Erdinger Freibad.  Wegen der Corona-Einschränkungen scheuen offenbar viele Bürger den Besuch. Die, die dort waren, berichten von einem entspannten Aufenthalt. 

Corona-Auflagen halten Besucher ab

Freibad Erding: Eingeschränktes Badevergnügen

  • Gabi Zierz
    vonGabi Zierz
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Die erste Corona-Bilanz fürs Freibad Erding fällt ernüchternd aus: fast 50 Prozent weniger Besucher. Die Höchstgrenze von 1700 Gästen wird  nicht annähernd erreicht.

ErdingDie erste Corona-Bilanz fürs Freibad Erding fällt ernüchternd aus: fast 50 Prozent weniger Besucher. Die Höchstgrenze von 1700 Gästen zeitgleich – das entspricht zehn Quadratmetern pro Besucher – wurde seit der Eröffnung Mitte Juni nicht einmal annähernd erreicht.

„Es ist eine sehr, sehr eigenartige Badesaison“, sagt Robert Maier, Leiter der Freizeitanlagen bei den Stadtwerken Erding. „Sehr viele weichen auf die Badeweiher aus“, hat er festgestellt. Und die vollen Liegewiesen am Kronthaler Weiher, vor allem am Wochenende, sprechen eine deutliche Sprache. Im Freibad dagegen sind die Liegewiesen leer.

Es sei weniger los als normal, erklärt Maier, die Besucher seien zurückhaltender. Das mag an den Hygienevorschriften und der Maskenpflicht beim Ein- und Ausgang sowie im Umkleidebereich liegen. Die anfangs auch für den Gang zum Liegeplatz und zur Toilette angekündigte Maskenpflicht gibt es nicht mehr. Einzuhalten ist allerdings die Abstandsregel von 1,50 Metern – auf der Liegewiese genau so wie rund um die Becken und im Wasser.

Das sei im großen Sportbecken, das in Bahnen eingeteilt ist, wesentlich besser zu gewährleisten als im Nichtschwimmer- oder im Kinderplanschbecken. Vor allem letzeres ist sehr klein und schnell überfüllt. „Hier sind die Eltern gefordert“, sagt Maier. Die Bademeister müssen die Einhaltung der Regeln überwachen und auch eingreifen, wenn dies nicht der Fall ist. „Die Gäste sind verständnisvoll. Wir müssen aber sehr oft darauf hinweisen“, so Maier. Die Regeln würden schnell vergessen.

Trotz der niedrigen Besucherzahlen bilden sich Schlangen am Eingang. Dies liegt laut Maier am Kontaktformular, das jeder Besucher/Haushalt ausfüllen muss. Maier rät dringend, sich das Formular vorab im Internet (www.stadtwerke-erding.de) herunterzuladen, zuhause auszudrucken und schon ausgefüllt mitzubringen. Andernfalls muss die Kassenkraft die Daten aufnehmen, dies führt zu Wartezeiten. Maier ist zuversichtlich: „Wetterbedingt gab es auch noch nicht so viele tolle Tage. Wir warten auf den wärmeren Sommer.“ Falls sich abzeichnet, dass die Höchstgrenze an Besuchern erreicht wird, informieren die Stadtwerke auf ihrer Internetseite darüber. Das Freibad ist täglich von 8 bis 20 Uhr geöffnet. Die Eintrittspreise sind unverändert, Mehrfachcoins weiter zulässig. Es gibt heuer aber keine Saisonkarten.

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