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Verwaist sind die Freibäder im Landkreis , hier das Bad in Erding aus der Vogelperspektive. Grün sind die Schwimmbadbecken auf unserem Bild aufgrund von Algenentwicklung. 

Anlagen in Erding, Dorfen und Taufkirchen haben Verständnis für Lockdown, hoffen aber auf baldige Öffnung

Freibäder im Standby-Modus

Die Tage werden wieder wärmer, die Pfingstferien und der Sommer stehen vor der Tür. Während die meisten Geschäfte bereits feste Termine für die Wiedereröffnung haben, gibt es für die Schwimmbäder im Landkreis noch keine Pläne, ob und wann in die Badesaison gestartet werden kann.

Landkreis – Christopher Ruthner, Geschäftsführer der Stadtwerke Erding, zeigt für die aktuelle Lage großes Verständnis. „Es ist logisch, dass Bäder als Freizeitvergnügen keinen Vorrang vor anderen wirtschaftlichen Betrieben haben. Die müssen jetzt als erstes schrittweise wieder hochgefahren werden“, sagt er.

In der Zwischenzeit, die die Wasserratten wieder ins kühle Nass können, kümmert sich das Personal mit verschiedenen Wartungs- und Renovierungsarbeiten um die Anlage des Erdinger Freibads. Es werden beispielsweise Fliesen erneuert, kleinere Schäden behoben und die Becken gereinigt.

Becken werden regelmäßig gewartet

Ähnlich schaut es im städtischen Freibad Dorfen aus. „Die Becken werden fachmännisch gewartet“, berichtet Gudrun Gersbach, Pressesprecherin der Stadt Dorfen. „Unabhängig von der Zeit der Inbetriebnahme benötigt dies eine bestimmte Vorlaufzeit, die immer erforderlich ist. Zum Beispiel sind neben dem Einlassen des Wassers hygienische Prüfungen durchzuführen.“ Sie fügt hinzu, dass das Personal derzeit im Freibad arbeite, Reparatur- und Wartungsarbeiten durchführe und sich um die Pflege der Anlage kümmere. Eine Öffnung Anfang Juni schließt Gersbach aufgrund der oben aufgeführten Vorlaufzeiten aus.

Viele Anfragen in Taufkirchen

Das Waldbad Taufkirchen bekommt ebenfalls viele Anfragen, wann mit einer Öffnung zu rechnen sei. Laut der Facebook-Seite des Bads ist man zuversichtlich, eventuell im Juni öffnen zu können. Dies sei jedoch nur eine Spekulation, denn „die Entscheidung über den Tag X liegt bekanntlich nicht beim Betreiber, sondern bei der Bundes- und Landesregierung“. Das Bad befinde sich derzeit im „Standby-Modus“: „Das Waldbad ist innerhalb von acht Tagen bereit für den öffentlichen Betrieb“, heißt es weiter auf der Seite.

Alle schauen auf die Virus-Entwicklung

Laut Ruthner sei im Moment alles abhängig von der Entwicklung der Lage. „Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Hygienekonzepte, die entwickelt werden, den Einlass für absolut jeden vorsehen“, vermutet er. Regulär verzeichnet das Freibad Erding in der Sommersaison von Mitte Mai bis September zwischen 80 000 und 100 000 Besucher. „Das wären in den heißen Sommertagen bis zu dreitausend Leute am Tag, die eng aufeinander sitzen würden.“

Trotz aller Unsicherheiten zeichnet sich ab, dass die Staatsregierung vermutlich nächste Woche mitteilen wird, wie es weitergeht. Voraussichtlich am 30. Mai sollen einige Bäder öffnen dürfen – die Therme wird da aber nicht dabei sein.

Kathi Kronthaler

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