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Noch fehlt das Wasser, ansonsten ist man im Waldbad Taufkirchen für die Saison gerüstet. 

Freibäder rüsten sich für den Sommer – Wann sie öffnen, hängt an der Corona-Entwicklung

Badespaß 2021: „Wir sind startklar“

Der April ist vorbei, und somit auch die oftmals wechselnden Wetterbedingungen. Die Sonne lässt sich wieder öfter sehen, weshalb die Sehnsucht nach Badespaß steigt. Doch noch hängen die Bäder in der Luft.

Landkreis – „Pünktlich zum 1. Mai hätte das Waldbad Taufkirchen öffnen können“, sagt der Geschäftsleiter der Gemeinde, Martin Bauer: „Wir sind startklar, wenn die Politik beschließt, dass Freibäder wieder öffnen dürfen.“ Innerhalb „sehr kurzer Zeit“ könne die nötige Temperatur in den Becken hergestellt werden.

Ähnlich ist die Lage beim Freibad Erding. „Grundsätzlich handelt es sich um eine gesetzliche Thematik. Wenn die Regierung beschließt, dass die Freibäder öffnen dürfen, können wir auch. Wir haben unser Bad schon so vorbereitet – mit Arbeiten wie Fliesen ausbessern oder der Reinigung“, erklärt Christopher Ruthner, Geschäftsführer der Stadtwerke. Momentan schaue es jedoch nicht danach aus, als wäre das der Fall. „Da sind wir sehr stark von den Entscheidungen der Bundes- und Landesregierungen abhängig“, sagt er.

In Erding, Taufkirchen und Dorfen gelten die Hygienekonzepte vom ersten Pandemie-Sommer 2020. Sie müssen aber an die gesetzlichen Anforderungen beziehungsweise das Infektionsschutzgesetz angepasst werden. „Es werden neue Regelungen auftauchen, wenn klar ist, wann solche Versammlungsstätten wie eben auch ein Freibad wieder öffnen können“, meint Ruthner.

Die wichtigsten Maßnahmen sind Besucherobergrenzen je nach (Wasser-)Fläche. Auch gibt es eine Maskenpflicht. Vom Gesetzgeber werde festgelegt, ob wieder Kontaktdaten erfasst werden müssten oder ob das dieses Mal nicht notwendig sei, so Ruthner.

„Die Korridore von 2020 wird es nicht mehr geben, dafür gelten vergünstigte Preise“, wirbt Gudrun Gersbach, Pressesprecherin der Stadt Dorfen. Zusätzlich habe sich der Stadtrat dazu entschieden, Saisonkarten anzubieten. „Der Preis richtet sich dann nach dem Zeitpunkt, wann wieder geöffnet werden kann. Es liegt aber keine Garantie vor, mit der Saisonkarte das Schwimmbad betreten zu dürfen“, erklärt sie.

Wenn das Dorfener Freibad voll sei, könne niemand mehr hineingelassen werden – „egal, ob Saisonkarte oder nicht“. Nach den Vorgaben des Vorjahres dürfen sich in Dorfen 350 Besucher gleichzeitig im Bad aufhalten.

„Wir glauben fest daran, dass es ähnlich verlaufen wird wie voriges Jahr“, betont Bauer. „Durch wärmeres Wetter, mehr Personen, die sich draußen aufhalten und sinkende Inzidenzen wird das Verlangen der Bevölkerung nach Freibädern größer werden, und Bund und Länder dem entsprechend Regelungen finden“, ist er überzeugt.

Anderer Meinung ist hingegen Gersbach. Ob es eine Perspektive für die Öffnungen gibt, sei schwer einzuschätzen. „Wir bereiten gerade alles vor, damit wir auch öffnen können. Da derzeit aber noch nichts vorliegt, können wir dazu auch nichts sagen.“

Wie jedes Jahr wurden im Waldbad Taufkirchen in der Winterpause Instandsetzungen vorgenommen. „Zusätzlich wird sauber gemacht und weitere Vorbereitungen erledigt – das normale Standardprogramm“, sagt Bauer.

Im Freibad Dorfen müssen die Becken geprüft und ausgewässert werden. „Durch das Wärmenetz, das wir verwenden, können bei der Öffnung 25 Grad Wassertemperatur erreicht werden“, erklärt Gersbach. „Derzeit wird das Wasser eingelassen und läuft über die Filteranlagen in den Beckenkreislauf.“

„In größerer Regelmäßigkeit, als es vor der Pandemie der Fall war, müssen die verschiedenen Flächen gereinigt und desinfiziert werden“, sagt Ruthner. Vor allem fänden derzeit die Reinigungsarbeiten der Becken statt, weil diese über den Winter und durch Laub verschmutzt wurden. „Ansonsten muss die Technik gewartet und überprüft werden und eine Wasserbeprobung stattfinden, sobald die Becken aufgefüllt sind.“ Mit dem Aufheizen werde aber erst begonnen, wenn klar ist, wann geöffnet werden darf. „Die Bäder derzeit zu beheizen, wäre reine Energieverschwendung“, meint Ruthner.

Melina Gruber

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