„Begeistert“ vom neuen Chefarzt der Gefäßchirurgie (v. l.): Sándor Mohácsi, Privatdozent Dr. Gerhard Konrad, Dr. Mojtaba Sadeghi und Landrat Martin Bayerstorfer. Foto: Moritz

Freier Fluss für den Saft des Lebens

Erding - Dr. Mojtaba Sadeghi wurde am Kreiskrankenhaus Erding als neuer Gefäß-Chirurgie-Chefarzt vorgestellt.

Er tritt ein schweres Erbe an, bringt dafür aber alle erforderlichen Voraussetzungen mit: Dr. Mojtaba Sadeghi, gebürtiger Iraner aus Teheran, wurde gestern als neuer Gefäßchirurgie-Chefarzt und damit als Nachfolger des legendären Professor Dr. Joachim Dörrler vorgestellt.

Sowohl Klinik-Vorstandschef Sándor Mohácsi als auch Verwaltungsratvorsitzender und Landrat Martin Bayerstorfer zeigten sich „begeistert“ ob der der Berufung des Facharztes, der seine bisherige Vita als Chirurg an der Ludwig-Maximilians-Universität München verbracht hat.

Mohácsi erinnerte an den „ungewöhnlich großen und hochkarätigen Bewerberkreis“. Bayerstorfer freute sich über die neuen Operations- und Behandlungsverfahren, die Sadeghi in Erding etablieren möchte. Stellvertretender Ärztlicher Direktor Privatdozent Dr. Gerhard Konrad lobte den Einsatz seines Kollegen um den medizinischen Nachwuchs sowohl in Erding als auch an der Universität. Mit über 8800 Operationen gebe es wenig derart erfahrene Kollegen wie den 49-Jährigen.

Sadeghi, der im Alter von 23 Jahren von Teheran nach München kam, stellte seine Disziplin und all das vor, was er am Kreiskrankenhaus aufbauen möchte. Die Voraussetzungen dafür bezeichnete er als „hervorragend und weit überdurchschnittlich“. Grundsätzlich gelte für ihn: „Erst Prävention leisten, dann minimalinvasiv vorgehen und erst als Ultima Ratio eine schwere OP ansetzen.“ Dies gelte beispielsweise für die Behandlung diabetischer Füße. Dabei strebe er eine Tätigkeit auf universitärem Niveau an, die wohnortnah angeboten werden könne.

Als neue Methoden nannte Sadeghi Eingriffe an der Halsschlagader in Lokalanästhesie, um Schlaganfälle zu vermeiden. Dieser Eingriff schone den Patienten. „Wir können ihn bis ins hohe Alter vornehmen.“ Auch Aortenaneurysmen, lebensbedrohliche Aussackungen eines Blutgefäßes, würden minimalinvasiv behoben. Die dritte Neuerung stellt der Einbau von Stentprothesen in vergrößerte Hauptschlagadern per Schlüsselloch-OP vor.

Angesichts dieses Ideenreichtums sah sich Bayerstorfer in seiner Stoßrichtung bestätigt: „Wir wollten nach Professor Dörrler wieder ein chirurgisches Schwergewicht. Das ist uns gelungen.“

Noch lebt Sadeghi in München, kann sich aber einen Umzug in den Landkreis „sehr gut vorstellen“. Am Dienstag, 15. Mai, wird er seine Tätigkeit ab 18 Uhr beim Patientenforum der Öffentlichkeit vorstellen.

ham

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