Im Stadion versammelten sich alle zum Gruppenfoto. foto: fkn

Die Freundschaft vertieft

Erding - Wer zur Zeit an Polen denkt, denkt an die Fußball-EM. Die Schüler der 9. Klassen der Mittelschule Altenerding denken dabei eher an ihre polnischen Gäste, die eine Woche lang dagewesen sind.

Zum zweiten Mal waren 35 Schüler aus der polnischen Kleinstadt Mszczonów in der Nähe von Warschau mit ihren Lehrkräften nach Erding gekommen, um die freundschaftliche Beziehung zu vertiefen.

Um die Bedeutung des Besuches zu unterstreichen, begrüßten Dritte Bürgermeisterin Eva Kolenda und Bürgermeister Max Gotz die Gäste der polnischen Schulen in Mszczonów und Osouchów persönlich. Der Elternbeirat bot ein üppiges Menü an. Übernachten konnten die polnischen Schüler in Klassenzimmern und waren somit voll in die Schule integriert.

Das Team Kolenda, Margarita Maidl, Hermann Herrndobler und Rektor Peter Libossek hatte ein abwechslungsreiches Programm mit unter anderem Thermenbesuch, Olympiagelände in München, einem von Ulrich Hofstaller organisierten Diskoabend im JZ Altenerding und einer Fahrt mit der Sommerrodelbahn am Blomberg zusammengestellt. Zum besseren Kennenlernen fand eine Gaudi-Olympiade statt.

Ein offizieller Empfang im polnischen Konsulat in München machte allen deutlich, wie wichtig der polnischen Regierung Begegnungen von Jugendlichen beider Ländern sind. Der letzte Tag brachte für die Gäste aus Polen noch einmal zwei Höhepunkte: Zum einen erhielten sie eine Führung durch die Allianz-Arena, zum anderen kam es in der KZ-Gedenkstätte Dachau zur Begegnung mit dem 92-jährigen Max Mannheimer, der auf Polnisch über seine Erlebnisse während der Nazi-Diktatur berichtete. Alle sangen ein polnisches Lied gegen den Krieg, die deutschen Schülerinnen lasen das Dachaulied vor.

Der Ausblick in eine gemeinsame friedliche Zukunft stand beim Abschlussabend im Mittelpunkt. In Arbeitsgruppen gestaltete man Kunstwerke, erarbeitete ein rhythmisches Stück, lernte Tanzschritte, produzierte eine Powerpoint Präsentation und kochte leckere Gerichte. Gegenseitig überreichte man sich Abschiedsgeschenke. Das Abschied nehmen fiel allen sehr schwer; manch eine Träne wurde auf beiden Seiten vergossen. Die polnischen Gäste überreichten selbst gefertigte Freundschaftsbänder, die nicht zerreißen dürften. Rektor Peter Libossek: „Zum Gelingen der Schülerbegegnung trugen sicherlich auch die hervorragende Verpflegung durch Michael Badmann, die tatkräftige Unterstützung durch den polnisch-christlichen Verein Erding und das große Engagement der Lehrkräfte Katrin Herold und Peter Handlos bei. Sie übernachteten sogar in der Schule - eine rund-um-die-Uhr-Betreuung also.“

Jetzt werden die neuen Freundschaften vor allem über Facebook gepflegt. „Wir kennen jetzt die polnischen Jugendlichen viel besser und würden gerne einmal unsere neuen Freundinnen in Polen besuchen!“, bemerkten einige Mittelschülerinnen. red

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