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Neue Leuchter, neuer Blumenschmuck: Auch das Inventar im Leichenhaus von St. Paul wurde bei der Innensanierung bedacht. Dafür war die Stadt Erding zuständig, den Friedhof dagegen verwaltet die Stadtpfarrei St. Johannes.

Friedhof St. Paul in Erding

Alles neu im Leichenhaus

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Neuer Glanz für das Leichenhaus auf dem Friedhof St. Paul. Das Gebäude-Innere ist aufwändig saniert worden und bietet wieder einen würdigen Rahmen für alle Formen der Bestattungen.

Erding– Es ist ein architektonisches Kleinod: das Leichenhaus auf dem Gottesacker St. Paul, genau gegenüber der gleichnamigen Kirche. Die Stadt hat es in den vergangenen Monaten sanieren lassen. „Jetzt verleiht das Gebäude Bestattungen wieder den nötigen würdigen Rahmen“, sagt Stadtsprecher Christian Wanninger.

So würden insbesondere die beiden Aufbewahrungskabinen jetzt modernen Standards entsprechen. Denn neben der Aufbahrung von Särgen machen nun neue Urnenaufbahrungsständer die Verabschiedung von Verstorbenen möglich, die diese Beisetzungsform gewählt haben.

Im Leichhaus gab es viel zu tun: Arbeiten an den Türen, die Ausbesserung von Putzschäden und ein neuer Anstrich waren notwendig. Zudem wurde das komplette Inventar erneuert – inklusive Leuchten, Blumenschmuck sowie Katafalk- und Leichentransportwagen.

„Der Friedhof St. Paul gilt seit Jahrzehnten als Beispiel für die hervorragende Kooperation zwischen der Stadtverwaltung und der katholischen Pfarrei St. Johannes“, betont Wanninger. Während für das Leichenhaus das Standes- und Bestattungsamt der Kommune zuständig sei, verwalte die Kirchengemeinde den Friedhof. Das im klassizistischen Stil errichtete Leichenhaus wurde 1827 gebaut und 1914 das erste Mal umfassend erneuert. Auch der jetzt abgeschlossenen Innensanierung waren größere Arbeiten am Bauwerk selbst vorausgegangen.

Leichenhäuser sind übrigens eine relativ junge Errungenschaft. Das erste deutsche wurde 1791 in Weimar errichtet. Da eine Überführung des Leichnams erst dann erfolgen darf, wenn durch die Leichenschau der Tod zweifellos festgestellt worden ist, gelten die im 18. Jahrhundert aufgekommene Furcht, lebendig begraben zu werden, und steigende hygienische Ansprüche als Gründe für die Errichtung.

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