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Feierlicher Moment beim Bürgerhaus Unterhofkirchen: Schützenmeister Michael Kronseder befestigt den „Firstboschn“ am Dachstuhl. Das Haus ist das bisher größte Projekt, das mit Mitteln aus der Landkreis-Kulturförderung gestemmt wird.

Kulturförderung des Landkreises

Frisches Geld zur Bewahrung der Tradition

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Erding - Die Anfang 2015 eingeführte Kulturförderung des Landkreises hat ihren Markt gefunden. Neben vielen kleineren Veranstaltungen wurden auch für drei größere Vorhaben Mittel abgerufen. Die Liste wächst.

Die Gerechtigkeitslücke zwischen der Bezuschussung des Sports und der Kultur im Landkreis Erding hat der Kreistag zum 1. Januar 2015 geschlossen: Die Kulturförderrichtlinien, eine Idee der Kreistags-CSU, traten in Kraft. Die Kulturschaffenden und Heimatbewahrer in den 26 Gemeinden hatten offensichtlich nur darauf gewartet: Erste Anträge sind bereits abgewickelt, darunter auch für größere Vorhaben. Nach den ersten 20 Monaten zogen Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) und CSU-Fraktionsvize Michael Oberhofer nun Bilanz.

So hat der Landkreis bereits an die Oldtimerfreunde in Kirchberg überwiesen, die mit der Förderung ihr Heimatmuseum in Thal ausbauten. Sie erhielten laut Landratsamtssprecherin Claudia Kirmeyer den Höchstfördersatz von 15 000 Euro. Bereits Grünes Licht hat zudem der Trachtenverein Wasentegernbach (Stadt Dorfen) für den Bau eines Fußwegs zu seinem Vereinsheim – und zwar über 1033,50 Euro, was zehn Prozent der Baukosten entspricht.

Das bisher größte Projekt, das mit Mitteln aus der Landkreis-Kulturförderung gestemmt wird, ist das geplante Bürgerhaus in Unterhofkirchen (Gemeinde Taufkirchen). Unter der Führung des Schützenvereins Hubertus packen insgesamt sechs Vereine bei dem neuen Dorf-Mittelpunkt für das gesamte obere Vilstal an: der Theaterverein, der Obst- und Gartenbauverein, die Kegler, der Schützenverein Gemütlichkeit sowie der Krieger- und Soldatenverein.

Das alte Schulhaus, das bisher schon die Hubertus-Schützen als Vereinsheim genutzt haben, wird zum Teil abgebrochen und neu errichtet, zum Teil saniert. Im April dieses Jahres war mit dem Bau begonnen worden, Ende Juli fand das Richtfest statt (wir berichteten). Behördensprecherin Kirmeyer erklärt dazu: „Bezüglich der Förderung finden gerade die letzten Gespräche statt.“ Die Gesamtkosten liegen nicht zuletzt wegen enormer Eigenleistung bei geplanten 800 000 Euro, die Hälfte steuert die Gemeinde Taufkirchen bei.

Bayerstorfer berichtet von fünf weiteren Anträgen, die sich auf die Kulturförderrichtlinien berufen: Der Volkstrachtenverein Wartenberg beantragt Gelder für sein neues Trachtenheim, der Orchesterverein Fraunberg braucht eine mobile Orchesterbühne, die Betreiber des Vereinsheims von Gebensbach (Gemeinde Taufkirchen) wollen den Brandschutz aufmöbeln, die Eisenbahnfreunde Taufkirchen hätten gerne Fördergelder für den Umbau der Vereinsräume, und die Oldtimerfreunde Kemoding (Gemeinde Fraunberg) planen den Innenausbau ihres Oldtimerstadls.

Hinzu kommen laut dem CSU-Kreischef Zuschussanträge für diverse Konzerte und Theateraufführungen, für die jeweils zwischen 150 und 500 Euro aufgewendet wurden.

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